In Türkenfeld

Wasserfontäne im Dorfteich macht Anwohnern Angst: Anlage bleibt abgeschaltet 

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Da war die Fontäne im Türkenfelder Dorfweiher in Aktion: beim Probedurchlauf Anfang August 2017.  

Dunkle Wolken sind über der Fontäne im Türkenfelder Dorfweiher aufgezogen: Die Wasserspritz-Anlage kann nicht angeschaltet werden, weil ein paar Anwohner Angst vor gesundheitlichen Schäden und um ihre Häuser haben. Eine Lösung könnten technische Änderungen sein.

Türkenfeld Der Dorfweiher sollte noch attraktiver werden – deshalb hatten ein paar engagierte Bürger im vergangenen Sommer eine Fontäne auf dem Gewässer installiert. In Betrieb war sie seitdem nur kurz: zur Probe. Und wie es aussieht, wird das Wasser auch sobald nicht mehr sprudeln.

Schon die geplante Einweihungsfeier am 6. August vergangenen Jahres fiel ins Wasser. Damals war nur das schlechte Wetter schuld. Doch seitdem sind weitere dunkle Wolken über der Fontäne aufgezogen. Anwohner des Weihers beschwerten sich. Sie befürchten, dass die von der Fontäne erzeugte Vernebelung sich nachteilig auf ihre Anwesen auswirkt.

Bürgermeister Pius Keller kann die Sorgen verstehen. Das Wasser habe keine besonders gute Qualität, im Weiher wachsen Algen. Treibt der Wind den Wassernebel zu den Nachbarhäusern, „dann werden dort eines Tages die Wände grün“, so der Rathauschef. „Das geht einfach nicht.“ Auch könnten Menschen in der Nähe des Weihers den Wassernebel einatmen, was ebenfalls problematisch sei. Dem Vernehmen nach erhalten die Nachbarn in diesem Punkt sogar Schützenhilfe aus dem Brucker Gesundheitsamt.

Die Tatsache, dass auf dem selben Weiher das beliebte Türkenfelder Fischerstechen stattfindet, bei dem die Teilnehmer ins Wasser stürzen und sicherlich auch einiges davon schlucken, gilt nicht als Gegenargument. „Beim Fischerstechen wissen die Leute, was sie tun“, so Keller. Wer dort mitmache, tue es auf eigene Verantwortung.

Wie also geht es jetzt weiter? Um zu verhindern, dass umliegende Häuser in Mitleidenschaft gezogen werden, kann Keller sich vorstellen, die Fontäne niedriger einzustellen oder sie mit einem Mechanismus zu versehen, der sie ab einer bestimmten Windstärke automatisch abschaltet. Doch konkret in Planung ist noch nichts. „Wir sind dran, mit den Nachbarn zusammen eine Lösung zu finden“, so Keller vage. Auch die Elektroinstallation will er noch von einem Fachmann in Augenschein nehmen lassen.

Die Fontäne hätte im Weiher übrigens nicht nur eine optische Funktion. Sie würde auch dafür sorgen, dass das Wasser aufgewirbelt wird und mehr Sauerstoff hinein kommt. Auf diese Weise ließe sich übermäßiges Algenwachstum im Zaum halten. (Ulrike Osman)

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