Posse in Aßling

Zaun falsch rum? Aufregung am Kindergarten

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Stein des Anstoßes sind die spitzen Enden des Zaunes.

Aßling - Im Aßlinger Kindergarten gibt es ein Sicherheitsproblem mit dem Stabgitterzaun, findet der Bürgermeister. Die zuständige Firma sieht das freilich anders. Jetzt geht die Posse in die nächste Runde.

Der neue Aßlinger Kindergarten ist längst in Betrieb. Jetzt geht es um die Sicherheit der Kinder. Der Stabgitterzaun der Außenanlagen hat nämlich spitze Enden. Er wurde wohl falsch herum montiert. Mit dieser Meinung steht Bürgermeister Werner Lampl nicht alleine da.

Der Gemeindeunfallversicherungsverband hat den Zaun moniert. Die Firma, die ihn aufgestellt hat, sieht das freilich anders. Deshalb war die Einfriedung des Außengeländes beim „Haus für Kinder St. Georg“ Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Bei den vier Zentimeter hohen Spitzendenden könne „eine gewisse Gefährdung nicht ausgeschlossen werden, wenn Kleinkinder hochklettern“ würden, hatte der Bayerische Gemeindeversicherungsverband eingewandt. Er wies auf die entsprechende Richtlinie hin, nach der sich Verletzungsgefahrenvermeiden ließen, „wenn keine spitzen Teile angebracht“ seien. Das den Bau begleitende Ingenieurbüro sowie die Zaunbaufirma seien mehrmals auf die Situation aufmerksam gemacht worden, berichtete Bürgermeister Werner Lampl (CSU). Der Auftragnehmer vertrete aber die Auffassung, dass diese Vorschrift bereits eingehalten sei. Einstimmig sprachen die Gemeinderäte von einer „durch die oben liegenden Spitzenden ausgehenden gewissen Gefahr“.

Das ist unten... oder sollte das oben sein?

In der Konsequenz bedeutet dies zunächst, dass zeitnah ein Ortstermin mit Vertretern der Gemeinde, des Versicherungsverbands und der Bauleitung sowie des Unternehmens stattfinden soll, um Abhilfemaßnahmen zu besprechen. Für Lampl sehen die ganz einfach aus: „Entweder baut die Firma den Zaun um, oder schweißt ebene Platten oben auf die Enden.“ Wohlgemerkt auf deren Kosten.

Denn: Nicht nur für den Rathauschef hat es den Anschein, dass die ausführende Firma den Zaun versehentlich falschherum aufgebaut hat. „Ich habe mir zwischenzeitlich viele solche Zäune angeschaut“, sagt Lampl. „Z.B. im Kindergarten in Glonn, aber auch bei Privathäusern.“ Seine Feststellung: „Überall war diese Doppelleiste, die bei uns entlang des Bodens verläuft, oben und die spitzen eben Enden unten.“

Eberhard Rienth

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