Audi-Testfahrer crasht  mit 140 km/h ins Biotop!

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Der Fahrer des Testwagens wurde nicht verletzt.

Oberschleißheim - Der Fahrer eines Audi RS 3 ist am Dienstagvormittag bei einer Testfahrt durch die Zäune eines Jugendzentrums in Oberschleißheim gekracht und im anliegenden Biotop gelandet.

Quakende Frösche, zirpende Grillen und das leise Plätschern des Wassers? Vergessen Sie das! Ein brüllender Motor, quietschende Reifen und das Krachen eines heftigen Unfalls. So war das am Dienstag in der Früh in einem Biotop in Oberschleißheim. Hier – in den Garten eines Jugendzentrums – ist ein roter Audi RS 3 (340 PS) gerast. 

Bilder vom Unfallort

Unfall bei Testfahrt: Audi rast in Biotop

Der Fahrer (33) war auf dem abgesperrten Testgelände an der Ferdinand-Schulz-Allee unterwegs, machte Bremstests für den TÜV. Bei hohem Tempo (die Polizei schätzt 140 bis 180 km/h) verlor er die Kontrolle über den Wagen. Wohl gemerkt: an einer Stelle, an der laut Auskunft des Landratsamtes nur Tempo 60 erlaubt ist.

Der RS 3 rammte zunächst eine Leitplanke, durchbrach dann zwei Zäune, hob ab und flog in hohem Bogen ins Biotop des benachbarten Jugendbegegnungszentrums. So berichteten es Zeugen der Polizei. Das große Glück: An dieser Stelle am Rand eines Badeteichs befanden sich gerade keine Kinder. Die Kleinen waren auf dem Gelände eines Zeltlagers – geschätzte 50 Meter entfernt von der Unfallstelle. Die genaue Unfallursache ist nach Auskunft der Polizei noch unklar.

Der Fahrer blieb bei dem Crash unverletzt, allerdings entstand erheblicher Sachschaden – rund 80 000 Euro am Auto, weitere 40 000 am Gelände. Einer der Zäune ist bereits wieder provisorisch repariert worden, den Teich muss man wahrscheinlich noch reinigen (weil Benzin oder Öl ausgelaufen ist).

Das Auto selbst ist mittlerweile wieder weg vom Gelände, es wurde mit einem Kran aus dem Biotop gehoben. Die Kinder spielen wieder gefahrlos.

Das Testgelände wird zunächst nicht mehr benutzt. Eine Sprecherin des Landratsamts bestätigte der tz: „Das Testgelände ist bis auf Weiteres gesperrt.“ Auf alle Fälle so lange, bis die genaue Untersuchung des skurrilen Unfalls endgültig abgeschlossen ist.

Bisher hatte es auf dem Gelände an der Ferdinand-Schulz-Allee keinen vergleichbaren Vorfall gegeben.

Johannes Nebauer

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