Dreiste Aktion von Biker

Polizei räumt Rettungsgasse - Bayrischzeller fährt hinterher

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Wenn so ein Auto eine Rettungsgasse räumt - besser nicht hinterherfahren: Streifenwagen.

Bei einem Unfall auf der A8 brachte ein Bayrischzeller Biker den Oberhammer: Als die Polizei versuchte, die nicht existierende Rettungsgasse freizuräumen, fuhr er hinterher. Mit Folgen.

Bayrischzell/Brunnthal - Der Fall ist schon so schlimm genug: Die Einsatzkräfte verzweifelten an den im Stau stehenden Autofahrern, die nicht auf die Idee kamen eine Rettungsgasse zu bilden. Schließlich musste am Dienstagnachmittag die A8 Höhe Hofholdinger Forst komplett gesperrt werden, damit ein Rettungshubschrauber landen konnte, weil für die RTW kein durchkommen war.

Aber ein Bayrischzeller setzte auf die Leistung der anderen Verkehrsteilnehmer nochmal einen drauf: Als schließlich ein Polizeiauto mit Blaulicht die Rettungsgasse räumte, nutzte dieser mit seinem Bike den Korridor und fuhr einfach hinterher, berichtet die Autobahnpolizei Holzkirchen.

Die Beamten selbst staunten beim Blick in den Rückspiegel nicht schlecht, konnten aber nicht anhalten, weil sie ja den Rettern den Weg bahnen mussten (den es eigentlich längst sowieso geben hätte müssen). Zum Pech für den Biker aus Bayrischzell fuhr ein zweiter Streifenwagen hinterher. Der nahm sich die Zeit, um die Personalien des Mannes aufzunehmen.

Ihn erwartet eine Anzeige. Nur welche ist noch unklar, da das Verkehrsdelikt „Befahren einer Rettungsgasse hinter einem Einsatzfahrzeug“ so dreist und ungewöhnlich ist, dass es dafür gar kein Gesetz gibt. Trotzdem hat sich der Bayrischzeller bei seiner Aktion einiges zuschulden kommen lasse, wie zum Beispiel das rechts Überholen diverser Fahrzeuge. Die Verkehrsexperten prüfen nun, was man dem Motorradfahrer alles zur Last legen kann.

kmm

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