Großalarm auf der Isar: Floß auf Sand gesetzt

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58 Personen wurden am Sonntag von einem gestrandeten Isarfloß gerettet.

Baierbrunn - Eine feucht-fröhliche Floßfahrt auf der Isar mit Bier und Blaskapelle an Bord hat am Sonntag für eine knapp 60 Köpfe zählende Gruppe aus Saarbrücken ein jähes Ende gefunden:

Das tonnenschwere Gefährt lief auf eine Sandbank bei Baierbrunnn nahe des Wasserkraftwerks Mühlthal auf und steckte fest. Nach tz-Informationen geschah der Unfall, bei dem aber niemand verletzt wurde oder über Bord ging, bereits gegen 14 Uhr. Offenbar versuchten die Flößer zunächst auf eigene Faust, ihr Gefährt wieder frei zu bekommen. Zu diesem Zweck alarmierten sie auch einen Treckerfahrer, der mit Seilwinden versuchte, das Floß wieder in tieferes Wasser zu ziehen.

Dies misslang aber mehrfach. Das Floß ließ sich zwar drehen, nicht aber von der Sandbank wegziehen. Obwohl der Unfall in Ufernähe passiert war, wollte man zunächst nicht, dass die Mitfahrer an Land überwechseln. Denn: Um auf eine befestigte Straße zu gelangen, hätten die Ausflügler einer Saarbrücker Firma einen etwa 50 Meter langen Steilhang überwinden und hunderte Meter durch unwegsames Gelände laufen müssen. Das wollte man den zum Teil älteren und/oder reichlich angeheiterten Floßfahrern nicht zumuten.

Bilder: Isarfloß gestrandet

Als aber nach mehreren Stunden alle Versuche, das Floß wieder frei zu bekommen, gescheitert waren, entschieden die inzwischen alarmierten Retter von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk: Das Floß wird evakuiert. Dies gelang mit gespannten Seilen, an denen die Passagiere – es handelte sich übrigens ausschließlich um Erwachsene, Kinder waren nicht an Bord – einzeln zu Fuß eine zugängliche Stelle am Ufer erreichen konnten. Über die ganze Distanz vom Floß bis zum Ufer wurden sie dabei von den Rettungskräften, die mit einem Großaufgebot angerückt waren, gesichert.

Nach ihrer Rettung wurden die Saarbrücker mit einem Bus zu ihrem Zielort, der Zentrallände in München- Thalkirchen, transportiert. Das Floß konnte danach auch gelöst werden und erreichte mit den Flößern auf dem normalen Flussweg zum Zielort. Warum das Floß am Sonntag auf der Landzunge hängen geblieben war, konnte nicht sofort geklärt werden – die Polizei vermutete jedoch einen Fehler des Steuermanns.

tz

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