Wegen Bully: Ende für Bavaria-Stunt-Shows

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Die Bavaria-Stuntmen drehten schon u. a. für Daniel Craig und Hugh Grant. Vorbei!

München - Gegen 12.45 Uhr endet am Sonntag eine Ära. Nach 22 Jahren stellt die Bavaria Film ihre Stunt-Show ein. Die Halle wird für Regisseur, Schauspieler und Comedian Bully Herbig benötigt.

Die Halle, in der seit sechs Jahren die Vorführungen in einem nachgebauten New Yorker Straßenzug gezeigt werden (an besucherstarken Tagen drei Mal täglich vor je 500 Zuschauern), wird für das rund 2000 Quadratmeter große Bullyversum benötigt, das „Deutschlands erfolgreichsten Regisseur, Schauspieler und Comedian Michael Bully Herbig“ ins Zentrum stellt, so die Filmstadt.

Verschwinden müssen dafür Mac Steinmeier und sein Team aus rund 20 Stuntleuten, Technikern und Moderatoren, die hier bislang in 45 spannenden, lustigen, krachenden Minuten Wissenswertes über ihre Arbeit vermittelten.

Im Jahr 1989 konzipierte Steinmeier, Jahrgang 1963, erstmals eine Show für die Filmtour, damals in jener Zechensiedlung, in der der Fernseh-Mehrteiler Rote Erde gedreht wurde. 1996 folgte der Umzug in ein neues Freiluft-Areal, in dem ein US-Gefängnis als Kulisse aufgebaut wurde. Vor sechs Jahren wurde das Spektakel in die Halle verlegt – auch weil sonst das Risiko zu groß gewesen wäre, dass die Show mit ihren Explosionen, Schusswechseln und Auto-Stunts Dreharbeiten auf dem Gelände störten. Für viele der zwischen 400 000 und 500 000 Menschen, die jedes Jahr die Filmstadt besuchen, ist die Stunt-Show die größte Attraktion. „Das ist eine große Ehre“, sagt Steinmeier, der wehmütig auf das nahe Ende blickt.

Steinmeier will allerdings auf dem Gelände bleiben: Hier gibt es Trainingsmöglichkeiten für seine Mitarbeiter, die schon für Daniel Craig, Hugh Grant oder Til Schweiger den Kopf hingehalten haben. Zwar gingen die vergangenen 22 Jahre bei der Stunt-Show nicht verletzungsfrei über die Bühne, eine gebrochene Schulter und drei gebrochene Knöchel mussten verarztet werden. Doch Steinmeier bleiben vor allem die „vielen tollen Augenblicke“ in Erinnerung, allen voran, „dass wir so viele Leute unterhalten durften“.

Michael Schleicher

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