Auf der B11

Überhöhte Geschwindigkeit: Biker rast in den Tod

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Nach dem Unfall war die B11 für rund vier Stunden komplett gesperrt.

Pullach - Schwerer Unfall auf der B11: Bei einem Überholmanöver ist am Mittwochabend ein 44 Jahre alter Motorradfahrer ums Leben gekommen. Die Bundesstraße war bis in den späten Abend gesperrt.

Tödlicher Unfall auf der B 11 kurz vor Pullach: Bei einem Überholmanöver mit seiner Kawasaki ist hier am Mittwochabend Sakib D. (44) ums Leben gekommen. Der Vater von zwei erwachsenen Kindern war laut Polizei mit überhöhter Geschwindigkeit mit seiner Maschine in die Seite eines Autos gekracht. Der Bosnier hatte keine Chance. Er starb noch an der Unfallstelle!

Kurz vor 20 Uhr hatte sich das Unglück ereignet: Der Biker war zu dieser Zeit mit seiner Kawasaki Z1000 von Baierbrunn kommend in Richtung Pullach unterwegs, berichten später Zeugen der Polizei. Vor Sakib D., der von einer Spritztour nach Österreich auf dem Heimweg war,  fuhr eine 69-jährige Frau mit ihrem Renault. Auf der langen Geraden kurz vor dem Ortsschild Pullach setzte der Motorradfahrer zum Überholen an. Gleichzeitig aber wollte ein Audi-Fahrer von der Wolfratshauser Straße nach links auf die Bundesstraße einbiegen. Für ihn galt „Vorfahrt achten“. Der 43-Jährige fuhr mit seinem Q5 auf die B11 auf, weil offenbar aus seiner Sicht der Renault noch weit genug weg war.

Jetzt nahm das Todesdrama seinen Lauf: Als der Audi-Fahrer abbog, rauschte der Biker heran - laut Polizei mit  deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Der Bosnier sah zwar beim Wiedereinscheren den querenden Audi  - und legte eine Vollbremsung hin. Doch dabei überschlug sich seine Kawasaki und flog über die Motorhaube des Autos. Der Bosnier schleuderte von seiner Maschine, schlug mit dem Helm auf der Fahrbahn auf. Er kam kurz vor dem querstehenden Audi Q5 zum Liegen. Ein mit einem Rettungshubschrauber eingeflogener Notarzt konnte nur noch den Tod  des Bikers feststellen. Während der Unfallaufnahme durch einen Gutachter war die Bundesstraße für mehr als vier Stunden gesperrt.

Die Trauer bei der Familie und den Freunden des Bosniers ist groß. Viele verstehen nicht, dass ausgerechnet Sakib bei einem Motorradunfall sein Leben verloren haben soll. „Er war doch kein Draufgänger“, sagt ein Bekannter mit Tränen in den Augen. „Er war doch erst im vergangenen Jahr zum ersten Mal Großvater geworden“

tz/wei

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