Autofahrer fordert 13-Jährige zweimal zum Sex auf

Moorenweis - An einem Novembernachmittag 2010 erlitt eine 13-Jährige den Schreck ihres Lebens: Ein Autofahrer forderte sie gleich zweimal zum Sex auf.

Mit einer älteren Freundin war das Mädchen auf einem Feldweg zwischen Grafrath und Türkenfeld unterwegs. Plötzlich hielt ein 21-Jähriger neben den Beiden sein Auto an, und forderte sie durch das offene Seitenfenster unmissverständlich zum Sex auf. Stunden später, als die 13-Jährige alleine war, wiederholte er das geschmacklose Spiel. Nun geriet das junge Mädchen in Panik. Weil sie nicht einschätzen konnte, ob der Autofahrer es bei der Verbalattacke belassen oder ernst machen würde, rannte sie völlig außer sich davon.

Das Mädchen kam mit dem Schrecken davon. Für den jungen Mann wurde die Sache teuer. Das Amtsgericht Fürstenfeldbruck verurteilte ihn wegen Beleidigung zu 2250 Euro (90 Tagessätze zu je 25 Euro). Und es hätte schlimmer kommen können. Die Staatsanwaltschaft hatte geprüft, ob eine Anklage wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen möglich wäre, es aber schließlich bei der Beleidigung belassen.

Der Moorenweiser erklärte vor Gericht, er habe damals lediglich ein Ventil für seinen Frust gebraucht. Seine Freundin habe ihn verlassen und auch in der Arbeit habe es Ärger gegeben. Inzwischen bereue er zutiefst, was er getan habe. Erst als er das junge Mädchen davonrennen habe sehen, sei ihm klar geworden, was er getan habe. Bei der Polizei hatte der 21-Jährige die Beleidigungen noch bestritten.

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