Drama auf A92: Auto reißt Frau den Freund aus den Armen

Freising - Mit letzter Kraft will sie ihren schwer verletzten Freund aus dem Wrack ziehen – da kracht das nächste Auto in den zerbeulten Mazda. Horror-Unfall auf der A 92 Richtung Deggendorf:

Auf Höhe der Anschlussstelle Erding sind am Montagabend fünf Autos ineinander geknallt. Ein Mann starb, drei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Bilder von der Unfallstelle

Autos rasen in Unfallstelle: Mann stirbt auf A 92

Mit letzter Kraft will Barbara H. (48) ihren schwer verletzten Lebensgefährten aus dem Wrack ziehen – da kracht das nächste Auto in den zerbeulten Mazda. Franz M. († 52) stirbt auf der Autobahn vor den Augen seiner Freundin. Bei dem Horror-Crash auf der A 92 sind am Montagabend fünf Autos ineinander geknallt. Ein Mann kam ums Leben, drei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Uni-Professor Franz M. († 52) starb noch am Unfallort

Gegen 21.45 Uhr war das Paar aus Ergolding bei Landshut auf der A 92 Richtung Deggendorf unterwegs. Barbara H. (48) steuerte den Mazda 3, auf dem Beifahrersitz saß ihr Lebensgefährte Franz M. Der Universitäts-Professor für Anglistik arbeitete seit 2005 an der TU Braunschweig, hatte jedoch gemeinsam mit seiner Freundin eine Wohnung in Ergolding. Plötzlich verlor die Frau die Kontrolle über das Auto. Der Mazda geriet ins Schleudern, knallte in die Mittelleitplanke und blieb mitten auf der Autobahn in Fahrtrichtung liegen. Ein Autofahrer (61) aus Moosburg konnte nicht mehr bremsen und rauschte mit seinem Mazda in den zerbeulten Wagen. Ein nachfolgender 41-Jähriger aus Viechtach konnte seinen VW noch um den Mazda herumlenken. Auch ein Rumäne (24) wollte mit seinem Grand Cherokee ausweichen – er prallte jedoch ebenfalls in das Auto des Paares. Durch die Anstöße drehte sich der Mazda quer zur Fahrtrichtung.

Barbara H. konnte sich trotz eigener Verletzungen selbst aus dem Wrack befreien. Sie wollte gerade ihren schwer verletzten Lebensgefährten aus dem Auto ziehen, als eine Münchnerin (30) mit ihrem Audi A4 mit voller Wucht in die Beifahrerseite des Mazda prallte. Der Audi schleifte Franz M. mehrere Meter mit. Dabei erlitt der Uni-Professor so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb – vor den Augen seiner schockierten Lebensgefährtin. Schließlich prallte noch ein Fraunberger (47) mit seinem 5er-BMW in den Audi der Münchnerin.

Den Rettungskräften bot sich ein Bild des Grauens: Zerfetzte Autos, zersplitterte Scheiben, sogar ein Schuh lag mitten auf der Autobahn. Barbara H., der Moosburger und die Münchnerin erlitten mittelschwere Verletzungen. Sie wurden vom Rettungsdienst in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Alle anderen Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon. Die Verkehrspolizei Freising beziffert den Gesamtschaden mit rund 40 000 Euro. Vor Ort waren fünf Polizeiautos, die Feuerwehr Freising mit 54 Einsatzkräften, vier Rettungswagen und ein Notarzt sowie die Straßenmeisterei, die die Unfallstelle absicherte und säuberte.

Die A 92 war von 21.45 bis 2.30 Uhr in Fahrtrichtung Deggendorf komplett gesperrt. Die Staatsanwaltschaft Landshut ordnete die Sicherstellung der Wracks an und gab ein unfallanalytisches sowie ein technisches Gutachten in Auftrag.

H. Moritz/C. Schmelzer

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