Bürgermeister-Sohn erliegt Verletzungen

Von Auto erfasst: Johann (24) stirbt nach Unfall

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Hier sichert die Polizei die Unfallstelle

Aying – Es muss der schwärzeste Tag im Leben von Ayings Bürgermeister Johann Eichler gewesen sein: Am Samstag starb sein Sohn Johann (24) im Krankenhaus an den schweren Verletzungen eines Unfalls vor einem Monat.

Genau fünf Wochen hat der Ayinger Bürgermeister Johann Eichler (Parteilose Wählergemeinschaft Helfendorf) gehofft und gebetet. Abwechselnd mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern saßen sie Tag und Nacht am Krankenbett. Doch am Ende hat alle Liebe nicht gereicht: Am Sonntag hat der Bürgermeister-Sohn Johann (24) den Kampf um sein Leben verloren. Anfang März war der junge Mann von einem Auto erfasst und mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen ins Krankenhaus geflogen worden.

Der Tod des FH-Studenten stürzt die Familie des Ayinger Bürgermeisters Johann Eichler in tiefe Trauer. „Sie sind am Boden zerstört“, sagt ein enger Freund des jungen Mannes.

Auch seine Freunde von der Burschenschaft Helfendorf haben fünf Wochen um Johanns Leben gebangt. Seit seiner Jugend hatte er mit ihnen gefeiert, mit vielen hat er Freud und Leid geteilt. „Er war einfach ein toller Mensch.“

Das tödliche Drama hatte am 9. März, am frühen Samstagmorgen gegen 5 Uhr, seinen Lauf genommen. Johann Eichler machte sich damals auf der Kreisstraße M 8 zwischen Großhelfendorf und Kleinkarolinenfeld von einer Party zu Fuß auf den Weg nach Hause.

Zur gleichen Zeit fuhr ein Landwirt (35) mit seinem Opel ebenfalls in Richtung Kleinkarolinenfeld. Laut Polizei habe er den dunkel gekleideten Mann zwar noch gesehen, wie er die Fahrbahn überquerte. Doch auch eine Vollbremsung konnte nicht verhindern, dass der Maschinenbaustudent vom linken Kotflügel des Wagens erfasst wurde.

Johann schlug mit dem Oberkörper gegen die Windschutzscheibe und mit dem Kopf gegen die linke Fahrzeugseite. Dann schleuderte er über den Asphalt. Ein Rettungshubschrauber brachte den schwerst Verletzten in ein Krankenhaus. Hier wurde Johann ins Koma versetzt, aus dem er nicht mehr erwachte.

Wenige Minuten vor dem dramatischen Unfall hatte eine Autofahrerin (25) die Polizei wegen Johann alarmiert, weil dieser mitten auf der Straße stand gestanden sein soll. Sie habe ihn fast überfahren, erzählte sie. Die junge Frau wendete daraufhin, um die Gefahrenstelle abzusichern. Doch in diesem Moment näherte sich schon der Opelfahrer – es war das Ende von Johanns hoffnungsvollem, jungem Leben.

Pk, jam

S-Bahn-Horror nach Weihnachtsfeier: Auch dieser Todesfall schockte ganz Aying

Noch nicht einmal eineinhalb Jahre ist es her, dass ein tödlicher Unfall die Gemeinde Aying schockte. Im Dezember 2011 wurde der 20-jährige Lukas K. aus Aying an der S-Bahnstation Isartor von einem Zug überrollt. Der Auszubildende war gegen fünf Uhr morgens nach der Weihnachtsfeier alkoholisiert ins Gleisbett gestürzt und hatte das Bewusstsein verloren. Die Räder der S-Bahn trennten ihm beide Beine ab, zudem erlitt er schwere Kopfverletzungen. Die Ärzte versuchten alles, um den jungen Mann am Leben zu erhalten – vergeblich. Drei Tage nach dem Unfall starb Lukas in einem Münchner Krankenhaus.

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