Zwischenfall in Tölzer Wirtschaft

Ehepaar bestellt sich zwei Bier - darin schwimmt etwas, das da nicht reingehört

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Fremdkörper im Bier: Wenige Monate, bevor die jetzigen Pächter des „Starnbräu“ aufhören, schildert ein Gast ein bizarres Erlebnis in dem Tölzer Wirtshaus. 

Er wollte eigentlich nur gemütlich mit seiner Frau ein Bier trinken. Dann allerdings erlebte der Tölzer im „Starnbräu“ in Bad Tölz eine böse Überraschung.

Bad Tölz – Wie es zu dem Vorfall kam, kann sich Gerhard Wenz eigentlich kaum erklären: In seinem Glas schwammen vier oder fünf Kronkorken – bei seiner Frau und einer Reihe weiterer Gäste war es nicht anders.

Abgesehen davon, dass diese Entdeckung alles andere als hygienisch und appetitlich war – im Nachhinein schaudert es den 77-Jährigen noch aus einem anderen Grund: „Man muss bedenken, wie scharf die Kanten der Kronkorken sind. Was da passieren kann, wenn man einen in den Hals bekommt“, sagt er im Gespräch mit dem Tölzer Kurier.

Es war an einem Sonntagnachmittag, als Gerhard Wenz und seine Frau beschlossen, sich beim „Starnbräu“ ein dunkles Bier zu gönnen. Als ihnen das Getränk serviert wurde, kam ihnen schon bei den ersten Schlucken etwas komisch vor. „Ich habe zu meiner Frau gesagt: ,Du, das schmeckt so komisch, als ob es zusammengeschüttet wäre‘“, berichtet der Rentner. Dann habe er sich das Glas etwas näher angesehen. „Ich sagte: ,Schau mal, die haben auf dem Boden des Glases Kronkorken einschleifen lassen, das schaut schön aus.‘“ Um das vermeintliche Schmuckstück zu untersuchen, tauchte er, nachdem er es zu etwa zwei Dritteln leer getrunken hatte, ein Messer ins Glas – und siehe da: Die vermeintlich eingeschliffenen Flaschenverschlüsse wirbelten im Bier durcheinander.

Starnbräu in Bad Tölz: Frisches Bier, aber keine Erklärung

Näheres Hinsehen ergab, dass auch im Glas seiner Frau Kronkorken schwammen. Einer Frau am Nachbartisch ging es genauso. Als er sich im Lokal näher umhörte, stellte Wenz fest, dass noch weitere Gäste betroffen waren. Auf seine Beschwerde hin erhielten Gerhard Wenz und seine Frau zwar je ein neues Bier – aber keine Erklärung, wie es sein konnte, dass die Kronkorken in die Gläser geraten waren. Das Erlebnis hat ihn daher nachhaltig irritiert.

Auf Rückfrage des Tölzer Kurier nimmt Nicolas Detto, Oberkellner im „Starnbräu“, Stellung zu dem Vorfall. „Der Kellner muss im Stress gewesen sein“, sagt er. Offenbar sei ein kleiner, auf einem Regal deponierter Sammelbehälter für die Kronkorken heruntergefallen. Dass sich der Inhalt in die Gläser ergoss, die darunter auf einem Tablett zum Servieren bereit standen, sei unbemerkt geblieben. Man habe sich bei allen betroffenen Gästen entschuldigt und ihnen jeweils ein neues Bier ausgegeben.

Im „Starnbräu“ steht wie berichtet ein Einschnitt bevor. Die Wirtsleute Gerda und Peter Reichert haben ihren Mietvertrag, der Ende August ausläuft, nicht verlängert. Vermieter Georg Hochwind ist noch auf der Suche nach einem Nachfolger.  

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