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Hohe Geldstrafe

Bademeister begrapscht Kollegin - und verweist auf seine Krankheit

Ein Bademeister aus dem Landkreis soll eine Kollegin sexuell belästigt haben. Er muss eine Geldstrafe zahlen.

Landkreis – Die Frau trug einen Badeanzug und war auf dem Weg zu einem Schwimmkurs, als sich ihr der 46-Jährige in den Weg stellte. Sie wollte sich an ihm vorbeidrängen – und dabei fasste er ihr unter den Badeanzug.

Für den Bademeister hatte dies schwerwiegende Folgen, wie jetzt am Fürstenfeldbrucker Amtsgericht offenbar wurde. Er verlor seine Arbeit und bekam drei Monate lang kein Arbeitslosengeld, weil er die Kündigung selber verschuldet hatte. Der Vater zweier Kinder verlor seine Familie und erhielt wegen sexueller Belästigung einen Strafbefehl über 3600 Euro (90 Tagessätze zu je 40 Euro).

Bademeister verweist auf seine Alkoholkrankheit

Doch dagegen legte der arbeitslose Bademeister Einspruch ein. Er konnte die Strafe nicht bezahlen. Das Gericht reduzierte die Tagessätze nun von 40 auf 15 Euro. Er bekomme noch gar kein Arbeitslosengeld, habe wohl auch nicht viel zu erwarten und seine Ersparnisse seien gering, lautete die Begründung.

Der 46-Jährige hatte vor dem Amtsgericht in Fürstenfeldbruck seine Schuld unumwunden eingeräumt. Warum er die Frau sexuell belästigt hatte, kam dann in der Verhandlung gar nicht zur Sprache. Er erklärte lediglich, dass ihm leid tue, was er getan habe. Er fügte aber hinzu: „Ich kann nichts dafür, ich bin krank“. Er erklärte, Alkoholiker zu sein.  sus

Rubriklistenbild: © dpa / Frank Rumpenhorst

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