„Es ist geschlampt worden“

Bahn rammt Bagger: Bauüberwacher muss an Opfer zahlen

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Ein Zug hatte 2014 die Schaufel des Baggers gestreift. 

Olching - Es war ein Unfall, der schwere Folgen hatte: Im Mai 2014 streifte eine S-Bahn bei Olching einen Bagger. Vier Männer wurden damals teils schwer verletzt. Nun musste sich ein Bauüberwacher dem Amtsgericht stellen.

Dieser S-Bahn-Unfall vom 7. Mai 2014 hat nicht nur Olching erschüttert. Eine 108 km/h schnelle Bahn hatte damals eine Baggerschaufel gestreift. Der Zug sprang aus den Schienen, der Bagger wurde in die Lärmschutzwand geschleudert. Vier Männer – der Lokführer, der Baggerführer und zwei Arbeiter – waren teils schwer verletzt worden.

Am Amtsgericht Fürstenfeldbruck saß am Mittwoch ein Bauüberwacher auf der Anklagebank. Der 66-Jährige hatte wegen fahrlässigen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und fahrlässiger Körperverletzung in vier Fällen einen Strafbefehl erhalten und sollte 7200 Euro bezahlen.

S3 rast bei Olching in Bagger

Er hat jedoch Einspruch eingelegt —mit Erfolg: Sein Verfahren wurde eingestellt, weil nicht mehr nachvollziehbar ist, wen letztendlich die Schuld trifft. Gänzlich folgenlos blieb der Unfall für den 66-Jährigen aber nicht: Ihm wurde auferlegt, dem Baggerfahrer 4000 Euro zu bezahlen. Für den Richter stand fest: „Es ist offensichtlich geschlampt worden – von wem auch immer“.

sus

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