Wasser zerstört Parkettboden

Verheerender Schaden an Turnhalle: Dieses Foto spricht für sich

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So sieht es derzeit in der Turnhalle in Antholing aus. Wasser, das von unten nach oben drückt, hat den Parkettboden zerstört. Im Hintergrund ist ein Bautrockner zu sehen. 

Enormen Schaden hat ein Starkregen vor zwei Wochen in der Antholinger Turnhalle angerichtet. Die sonst stark frequentierte Halle ist für mindestens fünf bis acht Wochen nicht benutzbar.

Baiern – Bürgermeister Josef Zistl informierte im Gemeinderat über das Schadensereignis. Solange die Halle gesperrt ist, weichen die Kinder der Antholinger Schule, der Sportverein mit vier Gruppen und die Krabbelgruppe auf den Gemeindesaal in Berganger aus.

„Der Hausmeister der Schule hatte am Unwetterwochenende noch während des Starkregens das Wasser in der Halle entdeckt. Die Bairer Feuerwehr kam mit zehn Mann, räumte die Halle aus, pumpte sie leer und saugte die Reste über Stunden mittels eines Nasssaugers heraus“ informierte Zistl . Am darauffolgenden Montag sei eine Bautrocknungsfirma gekommen. „Die hat dann am Mittwoch festgestellt, dass der Parkettboden nicht zu retten ist und entfernt werden muss. Ein Raumtrockner wurde aufgestellt, der läuft noch heute, das ist wichtig wegen der Feuchtigkeit“, so der Rathauschef.

Der Boden der Halle wirft aktuell 30 bis 50 Zentimeter hohe Wellen, von unten drückt massiv der Unterboden nach oben, der Würfelparkett ist in Teile zerbrochen und völlig zerstört. Ein Blick in die Löcher im Boden, die sonst den Pfosten von Turngeräten als Befestigung dienen, zeigt noch immer Wasser, etwa 20 Zentimeter tief unter dem Hallenboden. Ob das noch Rückstände des Starkregens sind, oder Grundwasser, das weiterhin von unten drückt, offenbarte sich nicht.

Der Bairer Bürgermeister wusste in einem Gespräch mit unserer Zeitung nicht, was die genaue Ursache des Schadens ist. „Vermutlich steigt bei Starkregen das Grundwasser und drückt von unten den Unterboden gegen den Hallenboden“, mutmaßte er. Er wies darauf hin, dass die Antholinger Turnhalle bereits in den 1960-er Jahren gebaut worden ist, die Schächte teils auf Privatgrundstücken in 2,80 Metern Tiefe liegen und nicht mehr nachvollziehbar sei, wie damals gebaut und verlegt worden ist. „Bei einem früheren Hochwasser vor zwölf Jahren gab es bereits einen Schaden, der war aber nicht so groß. Der Boden der Halle und ein Schacht wurden erneuert, dann war eine Zeit lang Ruh“, so Zistl.

„Möglicherweise liegt es am Untergrund, es ist aber schwierig, das festzustellen. Sicher ist, bevor wir den Boden erneuern, müssen wir das alles klären“, betonte Zistl in der Sitzung und eröffnete die Diskussion. Georg Widmann erinnerte sich: „Das hat damals schon nicht funktioniert.“ Zistl versicherte, dass der Gulli sofort gespült worden sei und stellte klar: „ Der Ablauf, der über den Sportplatz führt, muss erneuert werden, im Betonrohr kann eine Senkung sein, da wird sonst nie Ruhe.“ Weiter stellte er klar: „Das hat Vorrang vor dem Hallenboden, sonst müssen wir den nach jedem Starkregen wieder erneuern“.

Die Herausforderung für die Gemeinde bei Wartungs- und Spülarbeiten an Schächten oder einer Neuverlegungen von Rohren ist deren teilweise Lage in Privatgrundstücken, betonte der Bürgermeister erneut. „Damals war das noch kein Thema, heute geht das alles nicht mehr so einfach“, klärte er auf.

Widmann meldete sich erneut und wollte wissen, ob für die Gemeinde Baiern im Grundbuch eine Grunddienstbarkeit auf den Privatgrundstücken eingetragen sei. „Wenn nicht – wie machen wir das dann mit den Schächten?“, fragte er weiter. Zistl informierte, dass keine Grunddienstbarkeit eingetragen sei, dass er aber bereits in Vorgespräche mit den Grundstücksbesitzern sei. „Falls das aber nicht klappen sollte, müssen wir der Straße entlang ausweichen, hier bekommen wir eher eine Zustimmung“.

Christian Schinnagl erkundigte sich, ob der Gehweg entlang des Privatgrundstückes sich im Eigentum der Gemeinde befinde, was Zistl bestätigte. Widmann forderte zur Untersuchung der Schächte: „Es muss unbedingt alles befahren werden, jetzt sind wir schon dabei.“ Wichtig war ihm noch anzufügen: „ Und das Ganze ohne Schuldzuweisung.“ Zistl erwiderte: „Schuldzuweisung befürchtet ich nicht“, und zeigte sich bereit, alle Schächte untersuchen zu lassen. „Wir werden uns darum kümmern.“ 

Hans Huber wollte wissen: „Weiß man die Stelle, an der das Wasser in die Halle reinkommt?“ Hier musste Zistl verneinen. 3. Bürgermeister Johann Maier äußerte Zweifel, ob die Bodenplatte der Turnhalle dicht sei. Zistl schlug vor, später einen Plastikboden zu verlegen. „Parkett würde ich da nicht mehr reingeben. Den alten Boden reißen wir selber raus, denn vom Boden her steigt die Feuchtigkeit in die Wände.“

Susann Niedermaier

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