Bandidos-Attacke: Gewaltorgie vor Rocker-Club

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Die Polizei durchsucht das Clubhaus der Bandidos in Türkenfeld.

Türkenfeld - Brutale Attacke in Türkenfeld: Vor dem Clubhaus der Rocker-Gang Bandidos ist ein 26-Jähriger von zwei Mitgliedern der Rocker-Gang zusammengeschlagen worden. Es erwischte ihn schlimm:

Der Angriff der beiden Männer (40 und 43) war so brutal, dass das Opfer in Lebensgefahr schwebte. Der Allgäuer erlitt lebensbedrohliche Kopfverletzungen. Die Attacke galt nach tz-Informationen nicht etwa einer verfeindeten Gang, sondern offenbar einem Mitglied der eigenen Unterstützergruppe Gringos, einem sogenannten Supporter. Die mutmaßlichen Täter wurden am Mittwochnachmittag festgenommen. Sie sitzen seit gestern wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft.

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26-Jährigen fast tot geprügelt

Zur Beweissicherung wurden noch am Abend die Wohnungen der Verdächtigen in München sowie das Clubhaus am Birkenweg in Türkenfeld durchsucht. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck und Spurensicherung stellten das alte Haus auf den Kopf, das etwas außerhalb von Türkenfeld inmitten von Feldern steht. In Kisten trugen sie mögliches Beweismaterial zu ihren zivilen Einsatzfahrzeugen.

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Die brutale Schlägerei, die die Staatsanwaltschaft München II als versuchten Totschlag einstuft, spielte sich bereits am Freitag vor einer Woche gegen 21.30 Uhr vor dem Clubhaus ab. Das 26-jährige Opfer war von den mutmaßlichen Schlägern unter einem Vorwand hierher gelockt worden. Die beiden Schläger gingen dann völlig unvermittelt auf den Supporter los.

Als sie schließlich von dem 26-Jährigen abließen, war dieser schon längst bewusstlos. Ein ominöser Begleiter soll den 26-Jährigen zum nahegelegenen Bahnhof Geltendorf gebracht haben. Hier übernahmen alarmierte Rettungskräfte die Versorgung des immer noch Bewusstlosen.

Der Allgäuer wurde ins Krankenhaus gebracht. Inzwischen ist er wieder zu Hause.

Nach den bisherigen Ermittlungen liegt das Motiv für die brutale Gewalttat wohl im privaten Bereich. „Das hatte direkt mit der Person des Opfers zu tun“, sagte Oberstaatsanwältin Andrea Titz dem Fürstenfeldbrucker Tagblatt. Über das genaue Motiv gab die Staatsanwaltschaft keine Auskunft. Möglich scheint aber eine Strafaktion.

Bisher war es um das Bandidos-Clubhaus in Türkenfeld eher ruhig gewesen. Nur ein Leuchtschild kündet davon, dass die Motorradgruppe hier ein Domizil hat. Allerdings ist das Vereinsheim mit Stacheldraht gesichert. Wohl aus Schutz vor unliebsamen Gästen…

JAM

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