Arme Viecher

Streit um Bauernhof: THW muss 120 Rinder retten

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Die Tiere können nichts dafür - sind aber bei der bitteren Kälte die Leidtragenden in einem Rechtsstreit um einen Ismaninger Hof.

Ismaning - In Ismaning ereignet sich gerade ein regelrechtes Drama um einen Bauernhof. Das Technische Hilfswerk musste nun einspringen, um 120 Rinder vor dem sicheren Tod zu retten.

Sie errichteten in der Nacht auf Sonntag bei Schneeregen und Sturm in sechs Stunden Arbeit zwei provisorische Rinderställe aus Zelten. Es handelte sich um Amtshilfe für das Landratsamt. Das dort angesiedelte Veterinäramt hatte die Notställe angewiesen, weil die rund 120 Tiere zuvor über Monate auf einer Brachfläche draußen gestanden hatten. Dafür ist es endgültig zu kalt.

Hintergrund des Einsatzes ist ein Rechtsstreit in einer Ismaninger Bauernfamilie. Ein Ismaninger Landwirt hatte im vergangenen Frühjahr seinen Hof am östlichen Ortsrand von Ismaning vor Gericht an seine Schwester verloren, weil diese die Übertragung des Hofes an ihren Bruder aus familiären Gründen angefochten hatte. Nachdem die Schwester die Ställe des Hofes inzwischen an neue Eigentümer weiterverkauft hat, zog der Landwirt seine Tiere ins Freie um. Allerdings soll es mit den neuen Eigentümern weiterhin Streit geben, da diese der Ansicht sind, den Hof mit Tieren gekauft zu haben. Äußern wollen sie sich dazu allerdings nicht.

Mysteriöser Fall: THW muss obdachlosen Rindern helfen

Die Module für die Ställe hatte das THW bei einer Spezialfirma für Stallbau in Hessen abgeholt und nach Garching transportiert. Laut Augenzeugen waren sie dabei auf die Hilfe des Landwirts angewiesen, der Module und Zeltplanen mit seinem Traktor in das durch das Tauwetter völlig aufgeweichte und teils unter Wasser stehende Gelände transportierte.

bew

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