Ausrede sorgt für Kopfschütteln

Mann wendet nach Unfall in Rettungsgasse - und kracht fast gegen Streifenwagen

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Ein Unfall hat sich am Samstag auf der A92 zwischen Moosburg-Nord und -Süd ereignet. Dabei wurde eine Frau mittelschwer verletzt.

Weil einem BMW-Fahrer (58) der Stau nach einem Unfall auf der A92 zu lange dauerte, fuhr er in der Rettungsgasse zurück - und krachte fast in ein Polizeiauto.

Moosburg - Unfassbare Szenen haben sich am Samstagvormittag auf der Autobahn A92 zwischen den Anschlussstellen Moosburg-Nord und Moosburg-Süd ereignet. Hintergrund des Ganzen war ein Unfall, der sich laut Polizei gegen 10.25 Uhr ereignet hatte.

A92: Auto kommt von Fahrbahn ab - und prallt in Leitplanke

Wie die Verkehrspolizei Freising berichtet, kam ein Skoda auf der A92 in Fahrtrichtung München ohne erkennbaren Grund alleinbeteiligt zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Skoda kollidierte zuerst mit der rechtsseitigen Leitplanke und wurde durch die Wucht des Aufpralles nach links in Richtung Mittelstreifen geschleudert. Dort prallte das Fahrzeug schließlich frontal gegen die dortige Betonleitwand. 

Wegen eines Rettungshelikopters musste die A92 gesperrt werden - einem BMW-Fahrer dauerte das aber zu lange. Er wendete kurzerhand in der Rettungsgasse.

Die 28-jährige Fahrerin aus dem Landkreis Landshut befand sich alleine in ihrem Fahrzeug. Sie wurde bei dem Unfall mittelschwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Münchner Krankenhaus geflogen werden. Die A92 war aufgrund des Unfalls und der Landung des Rettungshubschraubers für etwa eine Stunde in Richtung München gesperrt.

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BMW-Fahrer missbraucht Rettungsgasse weil er in Eile ist - Beinahe-Crash mit Polizei

Wie die Polizei weiter berichtet, funktionierte die Rettungsgasse bei dem Unfallgeschehen zwar recht ordentlich, jedoch hatte ein 58-jähriger BMW-Fahrer, ebenfalls aus dem Landkreis Landshut, den Sinn der Rettungsgasse wohl nicht ganz verstanden. Um seinen Flug nicht zu verpassen, wendete der im Stau stehende Mann kurzer Hand seinen Pkw - und fuhr entgegen der regulären Fahrtrichtung durch die Rettungsgasse. Er wollte dadurch die zurückliegende Anschlussstelle Moosburg-Nord erreichen und die Autobahn dort verlassen. 

Der Mann, der verbotenerweise in der Rettungsgasse zurückfuhr, kollidierte nicht nur beinahe mit der Polizei, sondern gefährdete auch Personen auf der Fahrbahn.

Durch das Verhalten des 58-Jährigen wurde nicht nur ein Streifenwagen der Autobahnpolizei Freising, der gerade auf dem Weg zur Unfallstelle war, behindert. Das Polizeifahrzeug musste auch noch stark abbremsen, um eine Kollision mit dem entgegenkommenden BMW zu verhindern. Zudem befanden sich auch zahlreiche Personen, die zwischenzeitlich ihre Fahrzeuge verlassen hatten, im Bereich der Fahrbahn. 

In Rettungsgasse gewendet: Gefährliches Verhalten wird teuer

Der 58-Jährige wurde laut Polizeibericht zur Anzeige gebracht und muss nun mit einer Geldbuße in Höhe von etwa 700 Euro sowie einem Fahrverbot rechnen.

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