Tatzen im Schnee

Braunbär in Bayern: Frische Spuren entdeckt - Wanderer müssen aufpassen

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Eindeutige Spuren im Schnee: Ein Braunbär ist in Bayern unterwegs.

Bei Garmisch-Partenkirchen konnten Abdrücke von Bärentatzen im Schnee gefunden werden. Jetzt gibt es klare Anweisungen an Wanderer. 

  • Es gibt nach Bruno wieder einen Braunbären in Bayern. 
  • Ein wohl männlicher Artgenosse hinterließ seine Spuren im Schnee. 
  • Das Landesamt für Umwelt bestätigt die Entdeckung. 

Update vom 18. Februar, 12.20 Uhr: Wie das Landesamt für Umwelt (LfU) mitteilt, sind die Tatzenabdrücke des Braunbären im westlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen entdeckt worden. Vermutet wird, dass es sich um dasselbe Tier handelt, das vor rund vier Monaten vor eine Wildtierkamera lief. Ungewöhnlich sei es nicht, dass ein Bär seine Winterruhe für kurze Zeit unterbricht, heißt es vom LfU weiter. Während der Winterruhe fressen die Tiere im Normalfall nichts. 

Gefahr geht von dem Bär nicht aus. Generell seien Angriffe auf Menschen äußert selten. Dieser Bär verhalte sich nach wie vor „sehr scheu und unauffällig“. Seit „Problembär“ Bruno* gibt es in Bayern zudem einen speziellen Management-Plan für den Fall einer neuen Bärenankunft, so das Landesamt für Umwelt. Informiert worden über die Tatzenspuren seien bereits regionale Interessensverbände und Nutztierhalter. 

Bären-Spuren im Landkreis Garmisch-Partenkirchen entdeckt: Genetische Proben befinden sich in der Auswertung 

Wie bereits berichtet, wurden die Spuren von einem Mitglied des Netzwerks Große Beutegreifer gemeldet. Das Monitoring der Wildtierkameras wird häufig von ehrenamtlichen Kräften übernommen, die aus den Bereichen Jagd, Umweltschutz und Landwirtschaft kommen. „Das Wildtiermanagement umfasst alle Maßnahmen und Aktivitäten für den Umgang mit Interessenskonflikten, die durch Wildtiere verursacht sind“, heißt es auf der Internetseite des LfU. Die „speziellen Ansprüche der Menschen und Wildtiere, die in der Region leben“, seien zu berücksichtigen. 

Wie das Landesamt für Umwelt außerdem bekannt gab, wurden bereits im Oktober 2019 im Umfeld der Wildtierkamera genetische Proben gefunden, die sich allerdings noch in der Auswertung befinden. Sie sollen anschließend Auskunft über die Herkunft des Tieres geben. Aktuell liegt die Vermutung nahe, dass es sich um einen männlichen Bären handelt. Er könnte wie sein Vorgänger Bruno aus dem italienischen Trentino über Tirol nach Bayern gekommen sein. Genauere Angaben konnte eine Sprecherin des LfU auf Nachfrage nicht machen. „Sobald es weitere Neuigkeiten gibt“, werden wir darüber informieren“, sagte sie. 

Ein neuer Bär in Bayern? Das sollten Wanderer und Spaziergänger jetzt beachten 

Obwohl Bären von Natur aus vorsichtig seien und dem Menschen im Normalfall ausweichen, weißt das Landesamt für Umwelt darauf hin, dass sie sich bei Begegnungen - beispielsweise mit Wanderern - auch neugierig verhalten können. Dies gilt besonders, wenn sie in der Vergangenheit bereits die Erfahrung gemacht haben, dass es in der Nähe von Menschen leicht erreichbares Futter gibt. Wanderer und Spaziergänger werden deshalb ausdrücklich gebeten, weder Essensreste noch Müll liegen zu lassen. 

Braunbär in Bayern: Abdrücke von Bärentatzen im Schnee zwischen Bayern und Tirol

Garmisch-Partenkirchen – Lange war es ruhig um den ersten Braunbären in Bayern seit Bruno*, nun hat er oder einer seiner Artgenossen neue Spuren hinterlassen. Am vergangenen Wochenende hat ein Mitglied des Netzwerk „Große Beutegreifer“ die Abdrücke von Bärentatzen im Schnee an das bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) gemeldet. Die Spuren wurden zwischen Bayern und Tirol gesichtet, wie die Behörde am Montag mitteilte. Im vergangenen Jahr gab es mehrfach Nachweise eines Braunbären im Gebiet zwischen Reutte in Tirol und dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen*. 

Video: Vor 8 Monaten tauchte nach Bruno wieder ein Bär auf

Garmisch-Partenkirchen/Bayern: Braunbär in Fotofalle 

Im Oktober tappte das Tier schließlich in der Nähe von Schloss Linderhof in eine Fotofalle*. Auch diesmal sollen sich die Spuren nach Informationen des Münchner Merkur wieder im Graswangtal befinden. Laut LfU ist es möglich, dass alle Spuren vom selben Tier stammen. Es sei nicht ungewöhnlich, dass Bären ihre Winterruhe kurzzeitig unterbrechen. Der Bär verhalte sich weiter scheu und unauffällig. 

Ein Braunbär in der Fotofalle.

Braunbär in Bayern: Darauf sollen Wanderer unbedingt achten

Wanderer weist das LfU darauf hin, in der Natur keine Essensreste und keinen Müll zurückzulassen. 

mm

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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