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„Daran hat da niemand gedacht“

Bürgermeister fährt mit BR durch Schneechaos - und macht etwas, das nicht sein dürfte

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Unterwegs im Schneechaos: Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl.

Der Bayerische Rundfunk ist mit Waakirchens Bürgermeister im Schneechaos unterwegs. Zuschauern fällt dabei etwas auf, was auf keinen Fall sein dürfte.

Waakirchen - Sepp Hartl ist ein Mann der Tat. Und so wird er auch flott reagiert haben, als mitten im Schneechaos Anfang der Woche der Bayerische Rundfunk auf ihn zukam.

„Steigts ein“, wird er gesagt haben, „ich zeig‘s euch.“ Und dann ging es los. Der BR hinterher und Sepp Hartl in seinem sportlichen blauen Audi, oder auch „Schneepflug“, wie die Waakirchner das Bürgermeisterauto wegen seines tiefen Fahrwerks liebevoll nennen, vorne weg.

Raus kam ein rund neun Minuten langer Beitrag in der BR-Sendung „Schwaben & Altbayern“, in dem viele Waakirchner in Winterausrüstung zu sehen sind und eben Sepp Hartl, wie er im sommerlichen, kurzärmligen Hemd mit seinem Audi durch die Gemeinde pflügt.

Hartl nimmt den BR mit auf wegen Schneebruch gesperrte Straßen, zeigt die lauernde Schneelast auf den sich gefährlich neigenden Bäumen und lobt seine Waakirchner und Schaftlacher, wie toll sie in der Krise reagieren. Soweit so aufschlussreich für den BR-Zuschauer. 

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Bürgermeister zeigt BR Schneechaos in Waakirchen - und ist nicht angeschnallt

Einigen aufmerksamen Beobachtern, vor allem aus der direkten Umgebung Waakirchens, ist dabei allerdings ein pikantes Detail aufgefallen: Sepp Hartl kurvt den ganzen Beitrag lang unangeschnallt durch Waakirchen.

„Daran hat im Rahmen der Filmaufnahmen kein Mensch gedacht“, sagt Hartl auf Nachfrage. Man sei aber nur in der Tempo-30-Zone unterwegs gewesen, und Hartl habe auch aufgrund der verschneiten Fahrbahn sowieso höchstens 15 km/h fahren können.

Hartl sagt: „Ich fahre immer angeschnallt.“

„Ansonsten fahre ich immer angeschnallt.“ Das sei wirklich der Situation geschuldet gewesen. „Da hieß es, steig nochmal ein, steig wieder aus, fahr nochmal hin, nochmal her“, wie das eben bei so Filmaufnahmen laufe.

Ebenfalls auffällig im Beitrag ist, dass trotz fehlendem Anschnallgurt kein Warnsignal im Audi tönt. Aber auch das lasse sich laut Hartl leicht erklären. „Das geht nach zwei Minuten von selber aus.“

Indessen wird auch Tage nach dem Beitrag in Waakirchen immer noch gemeinschaftlich gegen den Schnee gekämpft. „Wir fräsen auch heute immer noch.“ Doch Waakirchen war von Anfang an gut aufgestellt, sagt Hartl. Seitens des Rathauses habe man frühzeitig einen Krisenplan entworfen. Gleichzeitig haben sich Landwirte aus der ganzen Region im Rathaus gemeldet und gefragt, wie sie am besten helfen können. „Da hat wirklich ein ganzes Dorf zusammengeholfen.“

Hier sehen Sie den ganzen BR-Beitrag aus Waakirchen:

kmm

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