Erste Orte nicht mehr erreichbar

Schneechaos in Bayern hält an -  Bewohner bereiten sich auf Isolation vor

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Die Sperrung der Staatsstraße 2072 dauert an.

Das Schneechaos in Bayern hält weiter an. Erste Orte sind von der Außenwelt isoliert. Jetzt muss die Feuerwehr Lebensmittel ausliefern.

Jachenau – Wie berichtet ist die Hauptzufahrtsstraße in die Jachenau, die Staatsstraße 2072, seit Samstagabend gesperrt, weil umgeknickte Bäume auf der Fahrbahn liegen und ihre Beseitigung zu gefährlich ist. Bei dieser Einschätzung blieb es auch am Dienstag, wie Landrat Josef Niedermaier am Abend berichtete. „Wir haben uns mit erfahrenen Holzern beraten.“ So hätten die Experten vor Ort noch am Dienstag beobachtet, wie ein weiterer Baum umfiel. Nur falls das Wetter so bleiben sollte, wie es am Dienstag war, könne man am Mittwoch einen neuen Anlauf starten. Niedermaier räumt ein, dass davon nicht auszugehen ist. Starker Schneefall ist vorhergesagt. Daher sei ein Ende der Sperrung „nicht absehbar“.

Jachenau: Gefahr durch starken Schneefall nun beherrschbar

Gesperrt ist auch die einzige weitere Zufahrt in die Jachenau, die Mautstraße zwischen Einsiedl und Niedernach. Für Anlieger ist sie laut Niedermaier aber frei, sodass die Jachenauer den Ort verlassen und wieder erreichen können. Um für das Befahren dieser Straße das Risiko zu minimieren, hat laut dem Landrat eine Begehung mit Vertretern der Staatsforsten stattgefunden. „Der Forst hat noch zwei bis drei Bäume umgeschnitten.“ Die Gefahr sei jetzt zwar nicht ganz ausgeschaltet, „aber beherrschbar“, so Niedermaier.

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Jachenau: Bewohner bereiten sich auch Isolierung vor

Bei starkem Schnee kann weder die Staatsstraße geräumt werden, noch ist die Mautstraße ohne Weiteres zu befahren. Daher wird vorgesorgt. Am Mittwochmorgen soll die Jachenauer Feuerwehr mit einem Fahrzeug mit Hebebühne eine große Lieferung vom Edeka in Krün zum Jachenauer Dorfladen transportieren, sodass die Lebensmittel-Versorgung für die nächsten Tage sichergestellt ist. Die ärztliche Bereitschaft übernimmt laut Niedermaier die in der Jachenauwohnhafte Medizinerin Claudia Gudelius. „Außerdem wird ein Rettungswagen mit drei bis vier Sanitätern in die Jachenau verlegt.“ Die nötigen Medikamente hätten die Jachenauer bereits in Absprache untereinander besorgt.

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Für den Fall, dass sich die Situation weiter zuspitzt, „stehen wir parat“, erklärt Niedermaier. Noch aber sei man „vom Katastrophenfall entfernt“. Theoretisch sei es denkbar, dass der Landkreis den Katastrophenfall ausruft, wenn zum Beispiel zusätzlich der Strom in der Jachenau ausfällt. Die praktische Auswirkung dieser Maßnahme sei, dass auf Kosten des Freistaats überregional Hubschrauber oder Bundeswehr-Fahrzeuge angefordert oder schwere Lastwagen von Unternehmen in Anspruch genommen werden können.

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