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Bei dieser Kaufland-Sahne stimmt doch etwas nicht – sehen Sie es auch gleich?

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Von: Kai Hartwig

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Ein Kunde aus Oberbayern kauft sich in einer Kaufland-Filiale einen Becher Sahne. Daheim nimmt er das Produkt unter die Lupe – und traut seinen Augen nicht.

Weilheim – Der Gang in den Supermarkt kann derzeit zu einem eher teuren Vergnügen werden. Nicht nur beim Benzinpreis mussten Verbraucher in Deutschland zuletzt stark ansteigende Preise verkraften. Auch die Kosten für Lebensmittel gingen hoch. Nicht zuletzt wegen der Corona-Krise musste man besonders bei Molkereiprodukten und Fleisch tiefer in die Tasche greifen.

Wie gut, dass es bei den großen Supermarktketten auch günstige Eigenmarken gibt. Ob Milch, Butter, Fleisch, Pasta oder auch Drogerieartikel – fast die gesamte Produktpalette gibt es auch unter diesem Label. Bei Rewe heißt die Eigenmarke „ja“, bei Edeka „Gut & Günstig“, Kaufland nennt sie „K-Classic“, und Real hat „TiP“ im Angebot.

Kaufland: Bei dieser Sahne stimmt was nicht – doch sehen Sie es auch auf den ersten Blick?

Ein Kunde aus Weilheim in Oberbayern machte in der dortigen Kaufland-Filiale allerdings eine äußerst kuriose Entdeckung. Zwei Becher „Frische Schlagsahne“, die er in dem Supermarkt kaufte, brachten ihn bei genauer Betrachtung zum Staunen. Und am Ende sah sich auch Kaufland zu einer Reaktion gezwungen.

Auf Twitter und bei Facebook postete Thomas Willinger seinen Einkauf. „Kaufland heute bei euch gekauft“, schrieb er zu seinem Tweet mit einem Foto des erworbenen Produkts. Darauf zu sehen ist einer der Becher mit frischer Schlagsahne. So weit, nicht weiter ungewöhnlich.

Doch was auf den ersten Blick kaum auffällt: Die Schlagsahne ist auf ganz eigene Art und Weise beschriftet worden. Während die Folie am Deckel das Label der Kaufland-Eigenmarke „K-Classic“ aufweist, ist der Rest des Bechers unübersehbar mit Edekas Eigenmarke „Gut & Günstig“ bedruckt worden.

Kaufland: Seltsam bedruckte Schlagsahne: Supermarkt reagiert auf Kunden-Einwand

Ja was denn nun? „Edeka oder Kaufland? Das ist hier die Frage“, brachte es Willinger auch bei Facebook auf den Punkt. Hat sich die Fehlprägung denn auch geschmacklich bemerkbar gemacht? „Geöffnet habe ich die beiden noch nicht“, sagte er tz.de.

Sein Einwand bezüglich der Beschriftung der Sahnebecher stieß auch bei Kaufland nicht auf taube Ohren. „Huch. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“, antwortete das Social-Media-Team der Supermarktkette. Und wollte mehr zu dem kuriosen Fall wissen.

„Nun stellt sich uns aber auch die Frage, wo hast du denn das gute Stück (also die Schlagsahne) erworben? In welcher Filiale warst du denn unterwegs?“ Kaufland bat den Facebook-User um „eine private Nachricht“. So könne man den Käufer der missverständlich gelabelten Schlagsahne „an unser Kundenmanagement weiterleiten und die Kollegen dich direkt kontaktieren“.

Kaufland-Sahne: Produktionsstätten beliefern mehrere Supermarktketten

Eine mögliche Erklärung liegt in der Produktion der Eigenmarken begründet. Oftmals stellen Unternehmen für mehrere verschiedene Supermärkte der Eigenmarken-Produkte her. Das Fachportal Wer-zu-wem.de führt eine Datenbank zu mehr als 1.000 „No-Name-Produkten“. Es ordnet diese den Produzenten zu, demnach stellt die DMK Deutsches Milchkontor GmbH sowohl für Edeka die Schlagsahne von „Gut & Günstig“ her als auch Kauflands „K-Classic“-Sahne.

So könnten es beim maschinellen Labeln der Sahne unabsichtlich beide Eigenmarken auf den Becher geschafft haben. Der Fehler blieb offenbar unbemerkt, unter Umständen sind die beiden Sahnebecher aus der Kaufland-Filiale in Weilheim in Oberbayern nicht die einzigen in doppeldeutigem Gewand. Unterdessen sorgte in Berlin jüngst auch ein Zettel samt Kaufland-Produkten für wilde Spekulationen. (kh)

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