Er wollte nicht warten

80-Jährige bei Unfall schwer verletzt - Autofahrer durchbricht Absperrung

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An diesem Fußgängerübergang in der Münchener Straße in Steinhöring wurde die 80-jährige Frau am Freitagabend von dem VW Touran erfasst. Laut Polizei wechselte sie trotz Rotlichts die Straßenseite.

Bei einem Verkehrsunfall in Steinhöring hat die Feuerwehr groteske Szenen erlebt. Ein Autofahrer durchbrach die Absperrung,  Schaulustige „pilgerten“ zur Unfallstelle.

Steinhöring – Schwerer Verkehrsunfall in Steinhöring: Eine 80-jährige Frau aus dem Ort ist am Freitagabend von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden.

Sie war zu Fuß unterwegs, als sie laut Polizeiinspektion Ebersberg gegen 18.45 Uhr trotz Rotlichts am Fußgängerüberweg auf Höhe des Betreuungszentrums die Münchener Straße überquerte. Die Frau lief direkt von den VW Touran eines 55-jährigen Mannes aus München, der ostwärts in Richtung Ebersberg unterwegs war. Die 80-Jährige prallte mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe des Wagens und blieb schwer verletzt liegen. Sie wurde mit dem  Rettungshubschrauber ins Klinikum Rechts der Isar nach München gebracht.

Die Feuerwehr Steinhöring, die die Münchener Straße absperrte, damit der Rettungsdienst erste Hilfe leisten und die Polizei den Unfallhergang rekonstruieren konnte, berichtet im Zusammenhang mit dem Geschehen von grotesken Szenen. Ein Autofahrer aus Steinhöring, der nicht warten wollte, habe die östliche Absperrung durchbrochen, berichtet Veronika Höfer, Pressesprecherin der Steinhöringer Wehr. „Der ist mit Vollgas auf die Kameraden zugefahren. Einer konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten.“ Man habe den Vorfall der Polizei gemeldet und dieser auch die Personalien des der Feuerwehr bekannten Mannes weitergegeben, so Veronika Höfer. Im Pressebericht der Ebersberger Inspektion ist davon am Sonntag nichts zu lesen. Höfer sagt, dass die Polizei ihres Wissens nach, den Mann aufgesucht habe.

Etliche Einsatzkräfte der Feuerwehr, die unter Federführung von Komandant Toni Höfer agierten, waren damit beschäftigt, Schaulustige von der Unfallstelle fernzuhalten. Zum Teil mit Kindern im Schlepptau waren viele Steinhöringer aus dem nahen Wohngebiet zur Unfallstelle geeilt, berichten Einstatzkräfte. „Die vielen Zwischenfragen Einzelner und die mehrmaligen Aufforderungen, die Einsatzstelle zu verlassen haben die wichtigen, zeitrelevanten Erstmaßnahmen der Einsatzkräfte extrem gestört. Darum und aus Rücksichtnahme gegenüber Opfern und Angehörigen bitten wir Sie als Mitbürger im Einsatzfall auf unsere Berichterstattung zu vertrauen und nicht zur Einsatzstelle zu kommen“, schrieb die Feuerwehr Steinhöring noch am Freitagabend auf Facebook.

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