In zwei Metern Tiefe

Bombe in Isar entdeckt: Drama um Wasserwachtler

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Die Isar bei Unterföhring kann - je nach Witterung - sehr reißend sein. Am Sonntagnachmittag entdeckten zwei junge Männer eine Bombe im Fluss.

Unterföhring - Am Grund der Isar in Unterföhring haben zwei Männer am Sonntag eine Stabbrandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Bei der Bergung halfen sie tatkräftig mit - zunächst musste Erste Hilfe geleistet werden.

Ein 27-Jähriger und ein 28-Jähriger haben am vergangenen Sonntag gegen 15.45 Uhr am Grund der Isar einen Gegenstand entdeckt, der an eine mögliche Weltkriegsbombe erinnerte, und alarmierten die Polizei. Mit einem Boot der Wasserwacht Unterföhring setzten ein Polizeibeamter in Begleitung von zwei Mitarbeitern der Wasserwacht zur Kiesbank in der Mitte der Isar über.

Doch bevor die Bombe geborgen werden konnte, wurde erst einmal ein Erste-Hilfe-Einsatz nötig: Laut Polizei erlitt ein Mitarbeiter der Wasserwacht im Boot einen Schwächeanfall und wurde auf der Kiesbank abgesetzt. Der Polizist kehrte mit dem Boot zum Ufer zurück, um Erste-Hilfe-Ausrüstung zu holen.

Bei der Rückkehr zur Kiesbank war die jedoch Strömung so stark, dass das Boot nicht mehr darauf anlanden konnte. Schließlich erklärten sich die beiden Finder der Bombe bereit, an einem Seil zur Kiesbahnk hinüberzuschwimmen und das Seil dort zu befestigen. Nachdem dies gelungen war, konnte das Boot mit der Erste-Hilfe-Ausrüstung am Seil hinübergezogen werden. Der Mitarbeiter der Wasserwacht wurde versorgt und danach mit dem Boot zurück ans Ufer gebracht, wo er per Rettungswagen ins Krankenhaus kam.

Die Bergung der Bombe selbst verlief unproblematisch. Sie konnte aus der Isar geborgen und an Land gebracht werden. Die Bombe war eine englische Stabbrandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die von Sprengstoffspezialisten fachmännisch entsorgt wurde.

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