Bestes Passagier-Ergebnis aller Zeiten

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Trotz des strengen Winters meldet die FMG Rekord-Passagierzahlen für den Dezember 2010.

Flughafen - Noch nie sind so viele Menschen vom München Flughafen abgehoben wie im Jahr 2010.

Die offiziellen Zahlen wird Flughafenchef Michael Kerkloh erst am Dienstag bei der Jahresbilanzpressekonferenz bekannt geben, doch Insider sind sich sicher: Mit über 34,7 Millionen Passagieren hat der Münchner Flughafen die bisherige Rekordquote vom Jahr 2008 um 0,5 Prozent überboten. Damals hatten 34,5 Millionen Menschen den Moos-Airport genutzt. Im Krisenjahr 2009 waren es lediglich 32,7 Millionen Fluggäste.

Bereits im Dezember war der Airportchef Kerkloh bei einem Interview mit der Heimatzeitung von einem neuen Rekord ausgegangen. Er sprach damals von „über 34,6 Millionen Passagieren“. Der Wintereinbruch im letzten Monat des Jahres sorgte zwar für etliche Flugausfälle, trotzdem bescherte er „mit mehr als 2,5 Millionen gewerblichen Passagieren das beste Dezemberergebnis aller Zeiten“, wie die Flughafen München GmbH (FMG) im M-Dialog, ihrer Monatszeitung für die Region, schreibt. Mit den bereits zuvor veröffentlichen und von Insidern (u.a. im Online-Portal MUC-Forum) errechneten  Monatsergebnissen kommt man auf die 34,7-Millionen-Marke.

Wachstumstreiber, so die FMG in ihrer Postille, war der Interkontinentalverkehr. Im Langstreckenbereich seien im Jahr 2010 um 15,5 Prozent mehr Passagiere ab München befördert worden als im Vorjahresmonat. An fünf Monaten (März. Juni, Juli, September und November) waren die Zuwachsraten laut FMG-Statistik zweistellig. Der Vulkanasche-Monat April brachte hingegen ein Passagierminus zum Vorjahresmonat von über 14 Prozent. Zum Vergleich: Der Frankfurter Flughafen hatte lediglich im September ein zweistelligs Plus zu verzeichnen.

Besser stehen die Hessen allerdings bei der Zahl der Flugbewegungen da. Wie berichtet, konnten sie laut Statistik der Deutschen Flugsicherung (DFS) im Jahr 2010 mit 462 954 Starts und Landungen das Vorjahresniveau (464 031) knapp übertreffen, während die FMG ein Minus von 1,8 Prozent verzeichnete. Im Krisenjahr 2009 waren es 393 756 und 2010 dagegen nur 386 693 Flugbewegungen. Für die Startbahngegner ist das ein wichtiges Argument, dass es keinen Bedarf für eine weitere Piste im Erdinger Moos gibt.

Nun ziehen allerdings auch hier die Zahlen an. Laut der jüngsten DFS-Statistik gab es im Januar 2011 mit 31 050 Starts und Landungen 13,7 Prozent mehr Flugbewegungen als im Vorjahreszeitraum (Frankfurt: plus 6 Prozent), allerdings noch immer 4,3 Prozent weniger als im Boomjahr 2008. (pir)

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