SEK-Einsatz in Karlsfeld

TV-Duell gesehen: Scharfe Waffe gezogen

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Als er das TV-Duell sah, ist ein Karsfelder durchgedreht und hat eine Waffe gezogen.

Dachau – Sonntagnacht hat ein betrunkener Karlsfelder das Sondereinsatzkommando auf den Plan gerufen: Er fuchtelte mit einer scharfen Waffe herum – nachdem er sich über das TV-Duell aufgeregt hatte.

Der Mann kam Sonntagabend in angetrunkenem Zustand nach Hause. Zusammen mit der Ehefrau und dem erwachsenen Sohn sah er Fernsehen: das TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und dem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Offenbar regte sich der Mann so sehr über Steinbrück auf, dass er einen silberfarbenen Revolver hervorzog und damit vor seiner Familie herumfuchtelte. „Wir wissen nicht, ob das der Auslöser war“, so ein Sprecher der Polizeiinspektion Oberbayern Nord, „aber es wurde uns so übermittelt“. Der Mann behauptete, dass der Revolver scharf sei, er bedrohte jedoch niemanden. Frau und der Sohn verließen das Haus und verständigten gegen 21.30 Uhr die Polizei.

Als die Polizeibeamten dort ankamen, konnten sie jedoch keinen Kontakt zu dem 56-Jährigen herstellen. Also forderten sie eine Spezialeinheit an. Das SEK-Kommando drang kurz vor 2 Uhr in das Haus ein – und fanden den Mann im Keller: Sorglos schlummerte er auf seinem Schlaflager. Der Mann zeigte sich denn auch „vernümnftig“, so der Sprecher, und übergab den Beamten den Revolver: Ein zur scharfen Waffe aufgebohrter Schreckschussrevolver mit Munition. Außerdem wurden noch weitere Waffen, wie ein Vorderlader, und Luftdruckwaffen mit zugehöriger Munition aufgefunden.

Da der Mann offensichtlich über keine waffenrechtlichen Erlaubnisse verfügt, muss er sich jetzt wegen Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten.

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