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Das „Betthupferl“: So schmeckt das neue Bier von Sappl Bräu

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Beliefert die Wikinger: Wolfgang Sappl (2.v.r.) hat für den Marktplatzfasching eine Sonderedition seiner „Feieramd Hoibn“ abfüllen lassen. Das Etikett ziert getreu dem diesjährigen Wikinger-Motto ein skandinavischer Seefahrer. (v.l.) Josef Sappl senior, Josef Sappl junior und Korbinian Dengler vom Faschingsverein „De Damischen“ freuen sich über ihre Bier-Beute. 

Pünktlich vor der Fastenzeit bringt Sappl Bräu ein neues Bier auf den Markt. Das „Betthupferl“ ist ein süffiger Bock, der süße Träume verspricht. Es soll den Platzhirschen aus der Region Paroli bieten.

Holzkirchen – Manch einer besitzt für jeden Anlass die passende Krawatte, andere für jeden Anlass das passende Paar Schuhe. Wolfgang Sappl (25) verfolgt eine ganz andere Philosophie. Seine „Traumvorstellung“, wie er selbst sagt: „Für jede Lebenssituation das passende Bier.“

Mit seiner Brauerei ist er diesem hehren, aber wohl nicht ganz ernst gemeinten Ziel nun ein Stück nähergekommen. Nach der „Feieramd Hoibe“ und der „Frühshoppen Hoibe“ hat Sappl Bräu nun das nächste Bier entwickelt: das „Betthupferl“. Die neueste Kreation aus dem Braukessel von Sappl und seinem Geschäftspartner Hubert Poschenrieder, die die Brauerei wie berichtet voriges Jahr gegründet haben, ist ein heller Bock. Alkoholgehalt: satte sieben Prozent. Und genau daher rührt auch der ausgefallene Name.

„Wenn man diesen Bock getrunken hat, dann hat man die richtige Schwere, um sofort ins Bett zu gehen und einzuschlafen“, sagt Sappl und muss selbst lachen. Besonders ist allerdings nicht ausschließlich der Name auf dem Etikett. Sowohl die Machart als auch das Bier selbst unterscheiden sich von der Konkurrenz.

Entstanden ist der Bock im Keller des Sappl-Stadls. Dort haben Sappl und Poschenrieder eine kleine Versuchsanlage stehen, mit der sie immer wieder neue Biere kreieren. Überzeugt hat sie der helle Bock. Seit November haben sie den Sud eingebraut. „Das Bier hat jetzt gute zwei Monate lagern und reifen dürfen“, erzählt Sappl. Ein Herausstellungsmerkmal, wie er findet: „Kaum eine große Brauerei kann es so lange einlagern – schon rein aus wirtschaftlicher Sicht nicht.“ Herausgesprungen sei nach den Monaten im Braukessel ein mild-süffiges Bier. Ein Bock, malzig-honigsüß im Geschmack, abgerundet vom feinen Hopfenaroma. „Einfach schön zu trinken“, findet Jungbrauer Sappl.

Dass der Bock pünktlich vor der Fastenzeit in die Getränkemärkte wandert, ist kein Zufall. Starkbiere haben nach Fasching Konjunktur. Zwischen den Fastenbieren der Platzhirsche, dem Salvator von Paulaner etwa, sticht das Erzeugnis aus der Marktgemeinde aber hervor. „Es ist üblich, einen dunklen Bock zur Fastenzeit zu brauen“, sagt Sappl und fügt feixend an: „Aber wir wollen ja nicht mit dem Strom schwimmen.“ Und so bringt Sappl Bräu einen hellen Bock auf den Markt.

Der Braumeister testet seine neueste Kreation.

Mitte der Woche war es dann soweit. Beim Wildbräu in Grafing (Kreis Ebersberg), wo sich die Burschen eingemietet haben, klimperten die Flaschen durch die Brauerei. Das neue Bier wurde abgefüllt. 4000 Liter – oder für Rechen-Faule: 400 Kästen à 20 Flaschen – kommen Ende kommender Woche in den Handel. Mehr gibt’s heuer nicht. „Wenn das weg ist, ist es aus“, sagt Sappl, der die Brauerei noch immer neben seinem Job beim Oberbräu leitet. „Aber das ist ja genau der Reiz von saisonalem Bier.“

Eine Sonderedition hat Sappl auch von der „Feieramd Hoibe“ abgefüllt. Die Etiketten zieren getreu dem Motto für den Markplatzfasching eine Seeräuber-Braut und drei Beutefässer. Der Name des Hellen: Wikinger Sud. Getrunken wird der aber aus keinem Horn, sondern aus 0,33-Flaschen.

fp

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