Pfarrer vermutet Organisation dahinter

Bettler bei der Beerdigung

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Der Poinger Friedhof

Poing - Darf man auf heiligem Boden betteln? Auf dem Friedhof? Während einer Beerdigung? Diese Fragen treiben im Moment die Poinger Kirchgänger um.

Dort sprechen in letzter Zeit immer wieder Bettler die Besucher des Friedhofs an. Das ist selbst für den Pfarrer des Guten zu viel!

Pfarrer Michael Holzner

Zum ersten Mal aufgefallen sind die Bettler bei einer Beerdigung vor rund drei Wochen. Sie hätten die Trauernden angesprochen und um Geld gebeten, berichtet Pfarrer Michael Holzner der Ebersberger Zeitung. Seitdem tauchen die Unbekannten regelmäßig vor und nach den Gottesdiensten auf. „Es sind zwei Männer und zwei Frauen, zwischen 40 und 50 Jahre alt, die abwechselnd kommen, immer als Paar“, sagt Holzner. Die Bettler halten eine Hand auf und zeigen einen Zettel mit „Ich will in meine Heimat zurück“ oder „Ich habe eine vielköpfige Familie“. Der Pfarrer hat den Verdacht, dass es sich um organisiertes Betteln handelt. Deshalb sagt er: „Bitte geben Sie den Bettlern auf unserem Gelände nichts.“

Manfred Winter von der Polizei berichtet, dass fast jede Woche aus der Region Mitteilungen über organisierte Bettlerbanden aus Rumänien eingehen.

Das Thema ist auch in München bekannt – hier allerdings nicht vom Friedhof, sondern von einigen Innenstadt-Restaurants. Dort kamen Bettler zuletzt direkt an die Tische in den Gasträumen.

arö

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