Schöne neue Brauwelt

Bilder: Paulaner eröffnet neue Zentrale in Langwied

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Eröffnung auf Knopfdruck (v.l.): Geschäftsführer Roland Tobias, Heiner Müller, Hauptgesellschafterin Alexandra Schörg­huber sowie die Geschäftsführer Stefan Schmale, Stefan ­Lustig und Andreas Steinfatt.
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Das Lager: Nach dem Brauen wird das Bier zwischen drei und vier Wochen gelagert, möglichst kühl. Dazu gibt es 65 Tanks, darunter kleine mit einem Fassungsvermögen von 2800 Hektolitern und große mit 4000.
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Zum Vergleich: Am Nockherberg gab es lediglich 34 große.
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Das Herz: „Das Sudhaus sollte auch optisch ein Highlight sein“, sagt Dahncke. „Es ist das Herz einer jeden Brauerei.“ Im Herz wird gebraut wie am Nockherberg. Rezepturen, Hefe, Know-How sind mit umgezogen. Selbst das gleiche Wasser wird genutzt – 10 000 Jahre alt, aus der Tertiärschicht. Aus der hatte Paulaner schon in der Au Wasser gefördert. Die Brauerei besitzt die Rechte dafür. Damit das Bier aus Langwied aber genauso schmeckt wie das aus der Au, gibt es Qualitätskontrollen: Hauseigene Verkoster und das Institut Weihenstephan machen den Geschmackstest.
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Das Tor: Hier wird künftig angeliefert. Im Schnitt 120 Laster bringen täglich Leer- und Braugut, nehmen Bier wieder mit. In der Einfahrt eingelassene Waagen kontrollieren das Gewicht. Auch die Adresse ist neu, aus der Mooswiesenstraße ist mittlerweile die Mälzereistraße geworden. Dort gibt es außerdem eine neue Bushaltestelle. Die ist ebenfalls seit Dienstag in Betrieb.
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Abfüllanlage: Es gibt sechs Abfüll-Linien, drei für Mehrweg-Flaschen, eine für Einweg, eine für Dosen und eine für Fassbier. Das Wiesn-Bier kommt heuer noch vom Nockherberg. „Das war klar, dass das noch nicht geht“, sagt Braumeister Dahncke. Bis zu 50 000 Flaschen in der Stunde können gewaschen, befüllt, etikettiert und verpackt werden. Das läuft zum Teil vollautomatisch – etwa auch die Lieferung der Paletten zum Verladen. Dafür verantwortlich sind 24 sogenannte Laser Guided Vehicles, Lasergesteuerte Maschinen.

Langwied - Der Bier-Riese ist jetzt an der Stadtgrenze angekommen: Paulaner hat den neuen Standort in Langwied eröffnet, unter anderem mit OB Dieter Reiter und Wirtschaftsreferent Josef Schmid.

 Dort sollen künftig bis zu 3,5 Millionen Hektoliter Bier produziert werden. Am Nockherberg hatte die Brauerei eine Kapazität von rund 2,8 Millionen Hektoliter und war an seine Grenzen gestoßen. Gestern ging die erste Charge in Langwied durch die Rohre zur Abfüllanlage – allerdings mit Bier vom Nockherberg. Denn: Da Sudhaus und Abfüllanlage parallel langsam hochgefahren werden, liegt das neue Langwieder Paulaner-Helle noch in den Gär-Kübeln. Um die erste Abfüll-Linie in Betrieb zu nehmen, ist daher Bier aus der Au angeliefert worden.

„Jeder Tag muss genutzt werden“, sagt Erster Braumeister Christian Dahncke. Seit Tagen laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Beendet sind sie noch lange nicht. Vermutlich im März 2016 werden die Anlagen am Nockherberg das letzte Mal angeworfen. Danach wird nur noch in Langwied produziert. „Wir liegen in der Zeit“, sagt Dahncke. „Es läuft nach Plan.“ Das muss es wohl auch, denn das Mammutprojekt verschlingt einen Betrag im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Die tz hat einen Blick in die schöne neue Brauwelt geworfen und erklärt die einzelnen Produktionsabschnitte.

Sascha Karowski

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