Früher war mehr Alkohol drin

Bitteres Gebräu: Forscher haben 170 Jahre altes Bier analysiert

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Weihenstephan - Geschmeckt hätte es wohl kaum noch, zu Forschungszwecken war es bestens geeignet: Wissenschaftler der TU München haben 170 Jahre altes Bier analysiert. 

Forscher aus Weihenstephan bei München haben die Rezeptur eines mehr als 170 Jahre alten Bieres entschlüsselt. Die Flaschen lagerten in einem Schiffswrack in der Ostsee, das unweit der finnischen Küste um 1840 gesunken war. Obwohl in die beiden noch intakten Bierflaschen Salzwasser eingedrungen war, sei es den Wissenschaftlern des VTT Technical Research Centre of Finland und der Technischen Universität München (TUM) gelungen, das Bier zu analysieren, teilte die TUM am Donnerstag mit.

Ergebnis: Die Braumeister verwendeten damals ß-Säure-reiche Hopfensorten, die zu einer anderen, nach heutigem Empfinden eher unangenehmen Bitterkeit führten. Außerdem hatte das Bier vermutlich etwas weniger Alkohol. Die Resultate der Untersuchungen, bei denen über eine spezielle Massenspektrometrie-Methode Geschmackskomponenten erkennbar gemacht wurden, sind im „Journal of Agricultural & Food Chemistry“ veröffentlicht. Eine finnische Brauerei hat das Getränk inzwischen nachgebraut und auf den Markt gebracht.

dpa

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