Blitz schlägt in Maibaum ein - Elektrik lahmgelegt

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Ein Blitz hat am Heimstettener Maibaum einen Schaden von mehreren Tausend Euro verursacht

Kirchheim - Bei einem Blitzeinschlag in den Heimstettner Maibaum ist ein Schaden von mehreren Tausend Euro entstanden. Am Fuße des Maibaums wurden sogar Pflastersteine aus dem Boden gerissen.

Es regnet, es donnert und blitzt schon seit einiger Zeit. Zwei Mal fällt in Heimstetten kurz der Strom aus. Dann plötzlich zuckt das Licht am Himmel grell auf, ein ohrenbetäubender Donner folgt direkt. Günter Stimmer und sein Sohn, beide bei der Feuerwehr Heimstetten aktiv, schauen daheim aus dem Fenster. Sie sehen den Maibaum in der Ortsmitte, Rauch steigt dort auf. Beide wissen, jetzt müssen sie gleich raus. Und so ist es auch: Kommandant Stimmer rückt mit 25 Mann an, die Kirchheimer Kollegen kommen mit sechs Kräften und einer Drehleiter. Der Blitz ist eingeschlagen in den 32 Meter hohen Maibaum in Heimstetten. Und er hat die gesamte Elektrik im nahegelegenen Meilerhaus lahm gelegt ebenso wie im alten Feuerwehrhaus gleich nebenan.

Blitz schlägt in Maibaum ein - Elektrik lahmgelegt

Dem Maibaum selbst hat der Blitz nur eine Kerbe zugefügt, das Holz ist ein bisschen aufgrissen. Dann aber ist er über die Drahtschlaufe des Fahnenzugs in den Boden gefahren, hat dort ein Erdkabel zum rund zehn Meter entfernten Meilerhaus so derart herausgeschleudert, dass sogar die Pflastersteine aus ihren Fugen gesprungen sind. Im Meilerhaus selbst sowie im angebauten alten Feuerwehrhaus hat die Überspannung beinahe alle Abdeckungen der Elektroversorgung gesprengt. Die Verteilerkästen im Dach des alten Feuerwehrhauses sind geschmolzen, das Glas des Dachboden-Fensters ist nach außen gebrochen. Am Ende schließlich hat der Blitz unten auf der Straße einen Elektroverteilerkasten von Eon zerstört.

Günter Stimmer und seinen Helfern bleibt an diesem Tag nicht viel zu tun. Das kaputte Fenster wird mit Holz verschalt. Der Maibaum auf seine Standsicherheit überprüft. Der im Jahr 2011 aufgestellte Baum steht fest. Es gibt keine Gefahr. Die elektrischen Reparaturen muss ein Elektriker übernehmen. Verletzt wurde niemand. Der Schaden allerdings geht in die Tausende. So etwas habe er noch nie erlebt, sagt Stimmer am Sonntag. Das Gewitter mit dem „mordslauten“ Donner wird ihm sicher in Erinnerung bleiben.

Von Ilsabe Weinfurtner

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