Bombendrohung: Gymnasium evakuiert

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Feuerwehr und Polizei sind vor Ort.

Grafing - Sprengstoffhunde, ein großes Polizeiaufgebot, überall Feuerwehrmänner und BRK-Einsatzkräfte: Das Gymnasium Grafing wurde am Montagvormittag Opfer einer Bombendrohung.

Bombendrohung: Grafinger Gymnasium evakuiert

Die Drohung kam per Post. „Den Zettel hat die Polizei“, bestätigte Schulleiter Harald Parigger. „Wir haben ein Postfach.“ Der Direktor attestierte seinen Schülern und auch den Lehrkräften eine hervorragende Disziplin bei der Evakuierung des Schulgebäudes. „Die sind schon prima“, meinte er, um vielsagend hinzuzufügen: „Ich bin froh, dass ich hier bin und nicht wo anders.“ Denn für den Direktor steht fest: Die Bombendrohung hat einen Zusammenhang der Aktion seiner Schüler gegen die rechten Parolen, die von Unbekannten ans Schulgebäude geschmiert wurden. „Das ist evident“, meinte Parigger. „Die übliche, feige Methode, gegen die man sich nicht wehren kann.“

Bombendrohung: Grafinger Gymnasium evakuiert

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Schnell war Hundeführer Christian Sebald am Einsatzort und begann mit seinem Schäferhund bereits das Gebäude zu durchsuchen, als die Verstärkung noch auf Anfahrt war. Einsatzleiter Hendrik Polte, der Leiter der Polizeiinspektion Ebersberg, hatte „Spregstoffhunde aus ganz Oberbayern“ angefordert. „Wir nehmen die Drohung sehr ernst“, meinte er.

1300 Schüler wurden nach einer Durchsage des Direktors in die Stadthalle gebracht, von wo aus Parigger ihre Heimfahrt mit S-Bahn, Zug und Bussen organisierte. Einige Schülergruppen mussten per „Flüsterpost“ informiert werden, weil sie sich in Räumen befanden, die über keinen Lautsprecher verfügen.

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Auch Stadtpfarrer Hermann Schlicker eilte zum Einsatzort. „Ich bin bei der Feuerwehr“, erklärte er. Seelsorgerische Hilfe musste niemand in Anspruch nehmen, wohl aber ärztliche. Zwei Personen erlitten offenkundig einen Schock.

Kreisbrandrat Gerhard Bullinger glaubt an die Tat eines Trittbrettfahrers. Vor einer Woche war das Schongauer Schulzentrum wegen einer ähnlichen Drohung an einem Montag geschlossen geblieben. Auch dort wurde jedoch keine Bombe gefunden.

Die Grafinger Jugendlichen beeindruckten durch ihre Gelassenheit, die sie auch in der mit 1300 Schülern randvoll gefüllten Stadthalle behielten, wo sie den Aufforderungen des Direktors unaufgeregt und schnell Folge leisteten. Erst im September hatten sie das schließlich eingeübt.

Michael Seeholzer

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