Nach einem Unfall 

Boxer-Mischling Kasper rettet anderem Hund das Leben

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Ein Hund, ein Held: Kasper (7) aus Germering rettet einem verletzten Hunde-Kollegen das Leben, indem er Blut spendet. Das Foto zeigt ihn vor der Entnahme mit Frauchen Meike Swoboda-Hilger (l.) und Tierärztin Michaela Blaskovic.

Germering/Fürstenfeldbruck - Ein Hund, der am Freitag bei einem Verkehrsunfall unter einem Auto eingeklemmt war, ist einer Spezialklinik notoperiert worden. Dank einem anderen Hund hat er überlebt.

Kasper ist ein Hunde-Held. Der siebenjährige Boxer-Mischling aus Germering hat Blut gespendet und so das Leben des Labrador-Mischlings gerettet, der am Freitag bei einem Verkehrsunfall an der Schöngeisinger Straße in Bruck schwer verletzt wurde (wir berichteten). Der Labrador-Mischling wurde am Samstagabend in der Tierklinik in Germering notoperiert. Und der zweieinhalbjährige Hund hat den Kampf ums Überleben gewonnen. „Wir haben alles getan, was wir konnten“, sagt eine Klinik-Sprecherin. 

Ersthelfer kümmern sich um den verletzten Hund.

Kasper sei dank. Denn das beim Unfall verletzte Tier brauchte dringend Blut. Die Tierklinik hat deshalb Kaspers Frauchen, Meike Swoboda-Hilger (39) angerufen. Schließlich ist Kasper dort als Spender registriert und hat wie der verunglückte Vierbeiner die Blutgruppe Negativ. Diese ist eher selten. Meike Swoboda-Hilger sagt, sie habe nicht überlegt, sondern sei sofort losgefahren. „Das ist Ehrensache.“ Wenn ihr Tier einmal in so eine Situation gerate, dann hoffe sie auch auf Hilfe von anderen Hundehaltern. 500 Milliliter Blut spendete Kasper. 

Bevor die Ärztin die Nadel ansetzte, musste der Rüde am Hals rasiert werden, damit die Helfer besser an die Schlagader kamen. Übrigens: Kasper hat schon einmal einem Artgenossen das Leben gerettet. Damals spendete er einem todkranken Dackel sein Blut. Darüber und über andere Geschichten mit Kasper berichtet Meike Swobodo-Hilger auf ihrem Blog kaspers-welt.de. „Kasper als Lebensretter“, so der Titel eines Beitrages. Darin heißt es: „Dem Kumpel geht es besser, mein Blut hat ihm geholfen. Darüber bin ich tierisch froh!“

rat

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