Ungewöhnlicher Einsatzort

Brand auf Isar-Kiesbank: Feuerwehr setzt Drohne ein

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Ungewöhnlicher Einsatz: Feuerwehrmänner und Material mussten am Sonntagabend mit Schlauchbooten zur Kiesbank in der Isar bei Dürnstein gebracht werden.

Da die Flammen auf einer Kiesbank in der Isar vom Ufer aus nicht bekämpft werden konnten, setzte die Wolfratshauser Feuerwehr Schlauchboote ein. Als große Hilfe bei den Löscharbeiten erwies sich eine Drohne.

Egling/Wolfratshausen – Ein aufmerksamer Fahrradfahrer hat am Sonntag gegen 20.30 Uhr geistesgegenwärtig Alarm geschlagen: Etwa 500 Meter oberhalb des Gasthauses zum Bruckenfischer in Dürnstein (Gemeinde Egling) hatte er Rauch entdeckt, der von einer Kiesbank in der Isar aufstieg. Einsatzkräfte der Feuerwehr Deining waren kurze Zeit später vor Ort – mussten aber feststellen: Der Brand kann vom Ufer aus nicht bekämpft werden. „Sie haben uns dann rasch nachalarmiert“, berichtet Hans Fagner, Vize-Kommandant der Wolfratshauser Wehr, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Mit zwei Schlauchbooten ließ Fagner einige Kameraden sowie eine mobile Tragkraftspritze auf die Kiesbank bringen. „Der Stapel Totholz, der drohte, in Flammen aufzugehen, war etwa 30 Meter lang, 15 Meter breit und zirka drei Meter hoch“, sagt Fagner – eine äußerst gefährliche Ausgangssituation, denn Funkenflug könnte bei der trockenen Witterung eine folgenschwere Kettenreaktion auslösen. „Wir haben schließlich Wasser aus der Isar gepumpt und mit den Löscharbeiten begonnen.“ Die zogen sich laut Fagner gut eineinhalb Stunden hin. Logistische Unterstützung kam nicht nur aus Deining, sondern auch die Feuerwehr Ergertshausen packte mit an – unter den Augen von Eglings Kreisbrandmeister Erich Zengerle.

Zengerle erlebte am Sonntagabend eine Premiere: Zum ersten Mal kam die Drohne der Ergertshauser Feuerwehr offiziell zum Einsatz. Die kann nicht nur eine Foto-, sondern alternativ eine Wärmebildkamera tragen. „Die Aufnahmen haben uns bei der Lokalisierung des genauen Brandherds sehr geholfen, das hat super funktioniert“, stellt Fagner fest.

„Die Drohne hätte erst ab nächster Woche zum Einsatz kommen sollen, doch Kreisbrandmeister Zengerle war der Ansicht, dass die Ergertshauser Kameraden schon fleißig den Umgang mit dem neuen Gerät geübt haben – und es schon jetzt genutzt werden kann. Das Wichtigste: Niemand der Einsatzkräfte, die zum Teil erst gegen 1 Uhr wieder zu Hause waren, kam zu Schaden. „Und Sachschaden ist ja quasi auch nicht entstanden“, sagt Fagner.

Kräfte der Feuerwehren aus Deining und Ergertshausen übernahmen am Montagvormittag die Nachschau. Zu diesem Zeitpunkt lautete der Status „Feuer aus“. Doch am späten Montagnachmittag erreichte Wolfratshausens Feuerwehrkommandant Andreas Spohn die Nachricht, dass über der nur schwer zugänglichen Kiesbank in der Isar erneut Rauch zu sehen sei. Hans Fagner: „Kann also gut sein, dass wir da heute doch noch einmal hinmüssen.“ cce

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