Brand zerstört Haus von CSU-Abgeordneter

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Die Feuerwehr schleppt einen verbrannten Kühlschrank aus dem Haus von Schreyer-Stäblein

Unterhaching - Im Haus der Abgeordneten Kerstin Schreyer-Stäblein (CSU) in Unterhaching ist am Freitag ein Feuer ausgebrochen. Das Haus ist unbewohnbar – die Familie hat in einem Schlafraum des Feuerwehrhauses Unterschlupf gefunden.

Ein Brand hat am Freitag das Haus der Landtags-Abgeordneten Kerstin Schreyer-Stäblein (CSU) in der Budapester Straße in Unterhaching verwüstet. Ehemann Günther Stäblein, selbst aktiver Oberfeuerwehrmann, hatte gegen 12.20 Uhr in einem Topf mit Öl Pommes Frites für sich und seine Tochter (6) zubereitet. Als das Telefon klingelte, verließ er die Küche - und vergaß dabei den Öltopf. Während er dann mit seinem Kind auf der Terrasse aß, entzündete sich das Öl und setzte die Küchenschränke in Brand. Günther Stäblein konnte nur noch den Wellensittich retten.

Kerstin Schreyer-Stäblein ( CSU)

Kerstin Schreyer-Stäblein (40) saß zu dieser Zeit im Zug von Aschaffenburg, eilte sofort heim: „Ich bin gottfroh, dass beide draußen saßen. Es ist alles okay. Mein Mann hat keine Rauchvergiftung“, sagte sie erleichtert zum Münchner Merkur. Nun müsse sie ihren zerknirschten Mann aufrichten: „Ausgerechnet ihm passiert so etwas.“ Er sei ein äußerst umsichtiger Mensch, „der immer zweimal hinguckt, ob alles abgeschaltet ist."

Trost und Unterstützung erfährt die Familie von vielen Freunden und Nachbarn. „Jeder reagiert und hilft“, sagt Kerstin Schreyer-Stäblein. Und: „Das Handy steht nicht still.“ Kleider und Spielzeug haben sie gebracht. Praktische Hilfe kommt auch von den Feuerwehrkameraden. Weil das Haus vorerst unbewohnbar ist, stellten sie der Familie ein Zimmer im Gerätehaus zur Verfügung.

„Auch Feuerwehrmänner sind nicht vor Unglück gefeit“, sagt tröstend Kommandant Josef Gmeinwieser. „Günther ist ein sehr aktiver Kamerad. Er rückt Tag und Nacht mit uns aus, natürlich sind wir jetzt für ihn da.“

Den Schaden schätzt die Polizei auf 80.000 Euro. Auf Facebook kommentiert Günther Stäblein: „Haus schaut innen grauenvoll aus.“ Möbel, Spielzeug und Bücher sind wohl nicht mehr zu retten. Eine Nacht lang hat die Familie ihre Kleidung gewaschen. Inständig hofft Kerstin Schreyer-Stäblein jetzt für ihre kleine Tochter, dass der Wellensittich überlebt: „Er war weiß, jetzt ist er grau.“

Von Charlotte Borst

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