Asylbewerberheim

Brandstiftung: 2000 Euro Belohnung ausgesetzt

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Im Asylbewerberheim hat es gebrannt.

Germering – Drei Wochen nach dem Feuer im Germeringer Asylbewerberheim fehlt noch immer jede Spur vom Brandstifter. Die Polizei hat deshalb eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Klärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen.

Am 8. Januar gegen 4.30 Uhr ging die Fassade eines Gebäudes der Unterkunft in Flammen auf, in dem Büros untergebracht sind. Es entstand ein Sachschaden von rund 200 000 Euro. Da sich die Schlafräume in einem anderen Teil des Heimes befinden, kamen keine Bewohner zu Schaden.

„Trotzdem ermitteln wir wegen schwerer Brandstiftung, es hat ja durchaus eine Gefahr für die Menschen bestanden“, erklärt Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord. Man arbeite mit Nachdruck an der Klärung des Falles und wolle nichts unversucht lassen, deshalb jetzt auch die Belohnung und die erneute Bitte um Mithilfe der Bevölkerung.

Bisher haben sich nur zwei Bürger gemeldet, die glaubten, in der Brandnacht wichtige Beobachtungen gemacht zu haben. Diese Hinweise halfen der Polizei aber nicht weiter. Auch die Befragung der Aslybewerber habe die Ermittlungen bisher nicht vorangebracht, so Kammerer. Diese gestalten sich zudem sehr schwierig und langwierig. Für jeden Flüchtling muss erst der passende Dollmetscher gefunden werden. Etwa zwei Drittel von ihnen konnten bisher eine Aussage machen.

Bilder vom Brand

Brand in Germeringer Asylbewerberheim

Da auch abgeklärt werden muss, ob die Tat einen rechtsradikalen Hintergrund hat, wurden Verfassungs- und Staatsschutz eingeschaltet. „Aber auch aus dieser Richtung gab es bisher keinerlei Anzeichen“, erklärt Polizeisprecher Kammerer. Es werde aber weiterhin in alle Richtungen ermittelt.

Fest steht für die Polizei nach bisheriger Sachlage lediglich, dass der Brand absichtlich gelegt wurde. Die Spurenauswertung durch das Landesrkriminalamt hat inzwischen zweifelsfrei ergeben, dass kein Brandbeschleuniger verwendet wurde. Brennbares Material habe der Täter in der Nähe der Unterkunft finden können.

Wer etwas zur Aufklärung des Feuers betragen kann, dass große Aufregung ausgelöst hat, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck zu melden, Telefon (0 81 41) 61 20.

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