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Folgen des Garmisch-Unglücks: Bahnstrecke Peißenberg-Schongau wegen Gleisverwerfungen komplett gesperrt

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Von: Theresa Kuchler

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Zwischen Schongau und Peißenberg fuhren heute keine Züge.
Die BRB fährt bis voraussichtlich Montag nicht zwischen Peißenberg und Schongau. © Herold (Archiv)

Die DB Netz hat auf der Strecke Peißenberg-Schongau Mängel an den Gleisen festgestellt. Die BRB reagierte – und stellte den Verkehr komplett ein. Auch zwischen Tutzing und Penzberg rollte kein Zug.

Landkreis – Wer an diesem Wochenende mit dem Zug fahren will, muss Geduld beweisen: Wegen Mängeln am Gleis sind gleich zwei Bahnstrecken in der Region vorübergehend stillgelegt.

So ist die BRB-Strecke zwischen Peißenberg und Schongau bis mindestens Montag komplett gesperrt. Die DB Netz habe auf der Strecke Gleisverwerfungen festgestellt, erklärt BRB-Sprecherin Sabine Flossmann. „Das bedeutet, dass die Gleise nicht so liegen, wie sie sollten.“ Der Zugverkehr wurde deshalb am Mittwochabend vollständig eingestellt.

Kein Bahnverkehr zwischen Peißenberg und Schongau – Auch Strecke Tutzing-Kochel gesperrt

Für die Fahrgäste hat das weitreichende Folgen – immerhin konnten bislang keine Busse für einen Schienenersatzverkehr organisiert werden. Die Schüler und andere Fahrgäste stranden also an den Bahnhöfen und müssen sich selbst um eine Alternative bemühen. Wie Flossmann beteuert, arbeite die BRB auf Hochtouren daran, Ersatzbusse bereitzustellen. Ob die Züge zwischen Peißenberg und Schongau ab Montag wieder planmäßig fahren, könne das Verkehrsunternehmen nicht garantieren. „Die DB Netz prüft gerade noch die Gleise“, sagt Flossmann. Wie lange es letztlich dauert und wie es danach weitergeht, sei noch unklar.

Die Strecke der BRB ist nicht die einzige im Landkreis, auf der es im Moment kein zuverlässiges Vorwärtskommen gibt. Auch zwischen Penzberg und Tutzing rollten die Loks nicht wie geplant. So musste Jens Merker aus Iffeldorf am Mittwochnachmittag wegen einer Gleissperrung unerwartet in Tutzing aussteigen. Auf die Schnelle konnte die DB offenbar keinen Schienenersatzverkehr organisieren.

Zugausfälle als Konsequenz: Deutsche Bahn prüft seit Zugunglück bei Garmisch verstärkt Schienennetz

„Die einzige Fahrmöglichkeit war ein RVO-Bus“, berichtet Merker unserer Zeitung. „Als der Busfahrer die ungefähr 40 Fahrgäste jedoch gesehen hatte, hatte er nichts Besseres zu tun, ohne an der Haltestelle am Bahnhof Tutzing anzuhalten, mit eingeschaltetem Warnblinker davonzubrausen, um dann anschließend die Reisenden verdutzt zurückzulassen.“ Letzten Endes sei Merker mit einer Stunde und 45 Minuten Verspätung zu Hause angekommen.

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Die Deutschen Bahn konnte bis zum Redaktionsschluss am Donnerstag keine Auskunft zur Sperrung geben. Laut Strecken-Agent war die Zugverbindung zwischen Tutzing und Kochel eingestellt und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden.

Dass momentan so viele Züge ausfallen, ist auf die Gleiskontrollen der DB Netz zurückzuführen, die seit dem Zugunglück bei Garmisch deutlich verstärkt worden sind. Außerdem fahren viele Züge an bestimmten Stellen langsamer als zuvor.

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