Bis zu 20 Zentimeter tiefe Löcher

Schon wieder: Unbekannte machen Sportplatz unbespielbar - Ärger ist groß

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Das erste Mal fand Martin Steigenberger die Spuren auf dem Trainingsplatz (r.), diesmal unternahm der Unbekannte Crossfahrten auf dem Hauptplatz der Sportfreunde Breitbrunn und hinterließ nicht nur Furchen, sondern auch tiefe Löcher.

Das ist asozial: In zwei Nächten hintereinander haben Unbekannte den Hauptplatz der Sportfreunde Breitbrunn unbespielbar gemacht. 

Breitbrunn – „Erst war es der eine Platz, jetzt auch noch der andere.“ Felix Mayer ist richtig wütend. Der 23 Jahre alte Trainer der ersten und zweiten Fußball-Mannschaft der Sportfreunde Breitbrunn kann es nicht fassen: „Wie kann man so hohl sein?“, fragt er. Gleich in zwei Nächten hintereinander hat ein Unbekannter mit seinem Auto in dieser Woche den Hauptplatz der Sportfreunde regelrecht durchfurcht.

Mit Autos über Sportplatz bei Herrsching gefahren: Unbekannte machen Sportplatz unbespielbar

„Das sind keine Fahrrinnen mehr, das sind richtige Löcher, bis zu 20 Zentimeter tief“, schimpft Mayer. Bis zum ersten Heimspiel nächste Woche sei der Schaden nicht zu beseitigen, befürchtet er. Um eine Spielverlegung kämen die Sportfreunde wohl nicht herum. „Auch das kostet Geld“, sagt Mayer. Mit Geld nicht zu bezahlen sei aber die Arbeit von Martin Steigenberger. Dieser ist nicht nur Abteilungsleiter, sondern auch Platzwart in Breitbrunn. Fast jeden Tag sei er am Sportplatz, um den Rasen zu pflegen. Das Grün sei wie ein Teppich, schwärmt Mayer, so gepflegt, dass es durchaus mit den Spielfeldern höherklassiger Mannschaften konkurrieren könne. „Diese ehrenamtliche Arbeit wird einfach kaputtgemacht“, ärgert er sich.

Platz der Sportfreunde Breitbrunn unbespielbar - „Das kostet alles Geld“

Und das nicht zum ersten Mal. Schon im Januar hatte „ein Vollidiot“ (O-Ton Mayer) seine Runden auf dem mit Schnee bedeckten Trainingsplatz gedreht, berichtet Merkur.de*. Im Februar fand Steigenberger wieder Spuren vor. Der Verein hatte schon im Februar Anzeige erstattet, die Polizei habe auch Spuren gesichert, so Mayer. Der Schuldige konnte bislang aber nicht gefunden werden. Ob die aktuellen Spuren mehr Aufschluss über den Verursacher geben, bezweifelt er. „Wir haben uns schon nach einer Überwachungskamera umgeschaut“, erzählt der Trainer. Dazu hatte die Polizei geraten. Instandsetzung, Kamera – „das kostet alles Geld“, so Mayer. Der Schaden ist mittlerweile wohl vierstellig, der Rasen wurde erst voriges Jahr neu gemacht. Darüber hinaus koste es Nerven und Zeit. „Letztlich macht es Sport und Ehrenamt kaputt.“ Die Verantwortlichen in Breitbrunn fragen sich ernstlich, wer so etwas will, und hoffen, dass der Verursacher zur Verantwortung gezogen werden kann. 

Rowdys haben derzeit Sportplätze als Ziele für Schleuderpartien mit Autos auserkoren. Nach Fällen in Weßling und Breitbrunn traf es in den vergangenen Tagen Percha und Herrsching. Im Starnberger Ortsteil müssen Spiele abgesagt werden, berichtet Merkur.de*  

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Wieder schließt ein Geschäft in Starnberg: Nach Ostern wird „Be Change“ Geschichte sein. Inhaberin Friederike Müller wirft aber die Flinte nicht ins Korn. Sie glaubt an ihr Konzept – aber nicht mehr an Starnberg. In Seefeld hat ein Landwirt der Gemeinde ein 20.000 Quadratmeter großes Grundstück zum Kauf angeboten. Für Bürgermeister Wolfram Gum ist das „ein außerordentlicher Glücksfall“.

Die Polizei Gauting führte am Mittwoch Geschwindigkeitsmessungen durch. Dabei hielten die Beamten einen Porsche Macan GTS an. Er war mit 132 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen, wo nur 100 erlaubt sind. Damit nicht genug. Ein Busfahrer gibt der Polizei noch einen wichtigen Hinweis zu dem Verkehrssünder.

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