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Energiekrise in Bayern: Brennholzstapel von Familienvater lockt Diebe und ungebetene Käufer an

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Von: Tobias Gehre

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Dieses Holz ist nicht zu verkaufen. Thomas Handelshauser, hier mit Töchterchen Luise, musste ein Schild anbringen, weil täglich mehrere Leute auf seinem Hof standen und Holz wollten.
Dieses Holz ist nicht zu verkaufen. Thomas Handelshauser, hier mit Töchterchen Luise, musste ein Schild anbringen, weil täglich mehrere Leute auf seinem Hof standen und Holz wollten. © Gehre

Die Energiekrise in Bayern nimmt seltsame Züge an: Ein Brennholzstapel eines Familienvaters im Landkreis Fürstenfeldbruck lockt ungewöhnliche Interessenten an.

Puchheim-Ort - Thomas Handelshausers Brennholz-Stapel im Garten hat seit Kurzem eine magische Anziehungskraft. Der 39-Jährige sah sich gezwungen zu handeln. Im Interview mit dem Fürstenfeldbrucker Tagblatt erklärt er, warum.

Enorme Nachfrage: Leute wollen Holz von Privatgrundstück kaufen - „Hat irgendwann genervt“

Herr Handelshauser, warum sahen Sie sich genötigt, darauf hinzuweisen, dass Ihr Brennholz nicht zu verkaufen ist?

Pro Tag kamen drei bis vier Leute und wollten das Holz kaufen. Das hat irgendwann genervt.

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Warum wollen Sie kein Holz verkaufen?

Weil wir es selber brauchen. Wir sind drei Familien. Pro Jahr verheizen wir etwa 20 Ster.

Große Brennholz-Nachfrage: „Was die meisten nicht wissen: Holz machen ist verdammt viel Arbeit“

Wäre es nicht verlockend, damit Geld zu machen?

Nein, das würde sich nicht lohnen. Was die meisten nicht wissen: Holz machen ist verdammt viel Arbeit. Selbst bei dem hohen Preis, den man momentan erzielen kann, wäre das nicht lohnenswert.

Haben Sie keine Angst, dass sich Diebe über Ihr Holz hermachen?

Doch die habe ich natürlich schon. Und das auch zu Recht. Es waren nämlich schon welche da. Ungefähr ein Ster wurde bereits gestohlen. Die müssen ganz dreist über den Zaun gestiegen sein und das Holz mitgenommen haben. Jetzt ist es allerdings besser gesichert.

Hat der Hinweis, dass das Holz nicht zu verkaufen ist, eigentlich gewirkt?

Ja, seit das Schild hängt, ist Ruhe.

Das Interview führte: Tobias Gehre.

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