Ermordeter Journalist Khashoggi: Saudische Staatsanwaltschaft fordert Todesstrafen

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Gericht verurteilt Arvid K.

Brutaler Mord in Dachau - Lebenslang für den Mörder!

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Der Mörder von Ursula S., Arvid K. muss lebenslang ins Gefängnis

München - Mit 14 Messerstichen in Hals und Gesicht wurde die Seniorin Urusla S. aus Erdweg im vergangenen Jahr getötet. Ihr Täter Arvid K. muss dafür nun lebenslang ins Gefängnis.

Dreißig Minuten lang hört er einfach nur zu – ohne, dass sich sein bulliger Körper auch nur einen Zentimeter bewegt. Aber dann, als Richter Martin Rieder fast fertig ist mit seiner Urteilsbegründung, regt sich doch etwas in Arvid K. (27): Eine kleiner Tränenbach läuft seine Wange herunter, während seine Lippen beben. Denn er weiß: Er muss lebenslang ins Gefängnis. Das lässt auch diesen Mörder nicht kalt!

Das Landgericht München II verurteilte ihn am Freitag wegen des Mordes an Ursula S. († 76). Die Seniorin wollte er am 28. Oktober in ihrem Haus in Erdweg (Landkreis Dachau) ausrauben. Als sie sich wehrte, erdrosselte er sie und stach 14 Mal mit einem Küchenmesser auf sie ein. Danach plünderte Arvid K. ihr Konto. Mit dem Geld wollte er seine schwangere Verlobte aus dem Knast auslösen.

Spuren am Tatort überführen Arvid K.

„Sie sind ziemlich brutal vorgegangen und haben die Frau mit Tritten, Schlägen und Stichen traktiert“, sagte Richter Rieder. Mit einem Mauskabel hatte Arvid K. der Seniorin erst den Kehlkopf gebrochen und sie dann regelrecht abgestochen, bis sie verblutete. „Danach sind Sie in aller Ruhe ins Bad gegangen, um sich zu waschen.“ Seine blutverschmierten Schuhe und seinen Pullover warf Arvid K später weg. Die Spuren am Tatort habe er aber vergeblich versucht zu verwischen.

Nach der Tat versuchte der Mörder sich sogar noch selbst zu töten, was allerdings misslang. Stattdessen fuhr er nach München und hob fünfmal Geld vom Konto der toten Witwe ab. „Habgier ist Ihr zentrales Motiv gewesen“, erklärte der Richter. Trotzdem sei der Mord von Arvid K. nicht geplant gewesen. Er sei mit der Gegenwehr von Ursula S. überfordert gewesen und habe schließlich „wie wild auf sie eingestochen.“ 

Andreas Thieme

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