Buben in Kiesgrube lösen Großalarm aus

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In der Zufahrt zur Kiesgrube sind die Kinder mit ihren Rädern im nassen Lehmboden steckengeblieben.

Freising - Beim Mountainbikefahren blieben zwei Zwölfjährige aus Langenbach am Dienstagnachmittag in einer Kiesgrube stecken. Mit ihrem Notruf per Handy lösten sie einen Großalarm aus - konnten sich aber wenig später selbst befreien.

Die Schüler, die das überraschend schöne Wetter zu einer Mountainbiketour nutzten, hatten die Geländetauglichkeit ihrer Zweiräder wohl überschätzt: Als sie die Zufahrtsstraße zur Langenbacher Kiesgrube der Firma Würfl in der Nähe der B 11 entlangfuhren, gab der durch den Regen der vergangenen Tage aufgeweichte Lehmboden unter ihren Reifen nach. Die Fahrräder versanken knietief im Schlamm. Beim Versuch, sich aus dem Schlamassel zu befreien, sanken die Kinder schließlich selbst ein und bekamen Panik. Einer der Buben griff zum Handy und versuchte, seine Mutter um Hilfe zu rufen - vergeblich. Also wählte er den Notruf.

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Mit der Alarmierung „Kinder in Kiesgrube verunglückt“ löste die Integrierte Leitstelle Erding sogleich einen Großeinsatz aus: Feuerwehren aus Freising, Marzling, Langenbach, Moosburg, Inkofen und Hummel eilten zum Unglücksort, Polizei und BRK rückten ebenfalls aus.

Inzwischen schafften es die beiden Freunde jedoch, sich selbst aus ihrer misslichen Lage zu befreien und rannten nach Hause. Dort beichteten sie der Mutter ihr Missgeschick. Diese lief dann zum Einsatzort und gab den bereits aktiv gewordenen Suchtrupps Entwarnung.

„Mit dem Schrecken davongekommen“, resümierte am Dienstagabend Stefan Roith von der Freisinger Polizei. Die Frage nach weiteren Konsequenzen für die Buben verneinte der Hauptkommissar: „Man kann ihnen eigentlich nichts vorwerfen“, so Roith. „Sie haben es halt mit der Angst zu tun bekommen.“

von Armin Forster

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