Wette mit Spielzeugwaffe 

Buben schießen auf Thai-König - Staatsanwaltschaft gibt Entscheidung bekannt

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König Maha Vajiralongkorn.

Es war ein Lausbubenstreich mit königlichem Ziel: Im Sommer 2017 schossen zwei Buben in Erding mit Spielzeugpistolen auf eine Gruppe Radler. In dieser strampelte allerdings der thailändische König.

Erding - Die Schüsse mit einer Spielzeugpistole auf den thailändischen König bleiben für zwei Buben aus Erding ohne Folgen. Die Ermittlungen gegen den Älteren der beiden wegen Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung seien eingestellt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Landshut am Mittwoch. Der Junge war zur Tatzeit im vergangenen Juni 14 Jahre alt. Sein ein Jahr jüngerer Freund war noch strafunmündig.

König Vajiralongkorn war damals auf einem Fahrrad mit Gefolge in Erding unterwegs. Die beiden Jungs hantierten in einem Garten mit einer Spielzeugpistole. Als der 64 Jahre alte Monarch an dem Grundstück vorbeifuhr, schossen die Buben auf die Radlergruppe. Später passierte der König die Stelle auch noch mit dem Auto, Kugeln trafen den Wagen. Verletzt wurde niemand. Dennoch meldete das Personal des Königs den Vorfall der Polizei, die Ermittlungen aufnahm. Anzeige erstattete der König nicht.

Ein Gutachten des Landeskriminalamtes habe ergeben, dass die Abschussenergie der Spielzeugwaffe im untersten Bereich gelegen habe und somit kein Verletzungsvorsatz gegeben sei, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Buben hätten damals ausgesagt, gewettet zu haben, wer zuerst jemanden trifft. Sie hätten niemanden verletzen wollen. Dass sie eine Gruppe des thailändischen Königs trafen, war wohl Zufall.

Erst vor kurzem war der thailändische König im Gespräch, weil er vor seiner Villa in Tutzing Überwachungskameras installiert hatte, die einen öffentlichen Weg filmten.

dpa

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