Mann verletzt mit Messer mehrere Menschen am Rosenheimer Platz: Täter flüchtig

Mann verletzt mit Messer mehrere Menschen am Rosenheimer Platz: Täter flüchtig

In kleines Waldstück gezerrt

17-jähriger Vergewaltiger fällt über Frau (52) her

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Der Angeklagte wird von einem Justizbeamten zum Prozess geführt.

München - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit ist der Prozess gegen einen jungen Mann gestartet. Der damals 16-Jährige soll im vergangenen November am frühen Morgen eine 52-jährige Frau in Pullach in ein Waldstück gezerrt und vergewaltigt haben.

In Neuperlach kennt man ihn als netten jungen Mann. Doch am frühen Morgen des 3. November 2013 wurde der damals 16-Jährige zur Sex-Bestie. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: In der Nähe des S-Bahnhofs Pullach fiel er über eine 52-jährige Frau her, die gerade zur Arbeit gehen wollte. Er zerrte sie in ein Waldstück und vergewaltigte sie zweimal! Erst nach einer halben Stunde machte er sich aus dem Staub. Jetzt wird ihm vor dem Landgericht der Prozess gemacht – unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

In der Nacht vor der Tat hatte er mit drei Freunden gefeiert, er alleine soll dabei eine Flasche Wodka getrunken haben. Als die anderen müde wurden, fuhr er mit der S 7 in Richtung Wolfratshausen. Warum er gerade in Pullach ausstieg, weiß er angeblich nicht mehr.

Das Martyrium der Frau begann gegen 6.30 Uhr: Die Küchenhilfe (52) eilt gerade vom Bahnhof durch die Margarethenstraße zu ihrem Arbeitsplatz, einer Gaststätte. Es ist noch dunkel, die Beleuchtung schlecht. Sie merkt nicht, dass ihr ein junger Mann mit Tarnjacke folgt. Plötzlich packt sie der Kampfsportler von hinten und hält ihr den Mund zu. Er zerrt sie in ein kleines Waldstück und reißt ihr die Kleider vom Leib. Hier fällt der Täter zum ersten Mal über sie her. Dann zerrt er sein Opfer noch tiefer ins Gebüsch, vergeht sich erneut an ihr auf bestialische Weise und lässt die geschockte Frau einfach liegen.

Videoaufnahmen bringen Erfolg

Eine Sofortfahndung bringt keinen Erfolg. Doch die Polizei hat den richtigen Riecher und überprüfen die Videoaufnahmen aus der S-Bahn. Tatsächlich: Ein junger Mann mit Camouflage-Klamotten besteigt um 7.18 Uhr den Zug und setzt sich seelenruhig hin. Die Bilder sind gestochen scharf, deshalb führt die Öffentlichkeitsfahndung rasch zum Erfolg. Am 16. November wird er in der Wohnung seines Vaters in Neuperlach festgenommen. Ein DNA-Abgleich ist eindeutig: Nur er kann der Sex-Verbrecher sein! Seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Verteidiger Peter Guttmann zur tz: „Er ist weitgehend geständig, kann sich aber an vieles nicht mehr erinnern, weil er zu betrunken war.“ Das Opfer tritt kommenden Montag in den Zeugenstand.

E. Unfried

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