Täter sind erst 14 und 15 Jahre alt

Brutale Attacke: Bubi-Räuber treten auf Schwangere ein

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Die Täter griffen die Frau in der Aubinger Straße an.

München - Woher nehmen zwei minderjährige Grünschnäbel diese unfassbare Gewalt? Ein extrem brutaler Überfall auf eine schwangere Frau (37) schockt die Bürger in Lochham. Die Täter sind erst 14 und 15 Jahre alt, der Jüngere ist bereits polizeibekannt.

Die im fünften Monat schwangere Frau liegt noch schwer verletzt in einer Klinik. Ihre Gesichtsverletzungen müssen operiert werden, wenn die Schwellungen abklingen. Das Baby scheint den Überfall überstanden zu haben. Die Ärzte hoffen, dass das so bleibt. Die Frau wird derzeit rund um die Uhr medizinisch überwacht.

Kurz vor 23 Uhr kam die 37-Jährige am Freitag von einem Besuch bei einer Freundin zurück nach Lochham (Landkreis München). Zu Fuß lief sie vom S-Bahnhof durch die Aubinger Straße zum Haus ihrer Eltern. Nach Schilderung des Vaters merkte sie nicht, dass ihr die beiden Burschen da schon folgten.

Kurz vor dem Haus wurde sie urplötzlich von hinten niedergeschlagen und stürzte auf den eisigen Boden. Instinktiv rollte sie sich ein, um ihr ungeborenes Baby zu beschützen. Es nützte ihr nichts. Von zahlreichen Tritten in den Bauch, gegen den Oberkörper und Kopf getroffen blieb sie halb betäubt und blutüberströmt liegen, bis die Täter mit ihrer Handtasche in Richtung S-Bahnhof Lochham verschwunden waren.

Die letzten Meter zum Haus kroch sie auf Knien und Händen. An die Klingel kam sie nicht mehr heran. Sie rief und klopfte, bis der Vater sie hörte und die Tür öffnete. Noch immer fällt es ihm schwer, über diesen entsetzlichen Moment zu sprechen: „Ihr ganzes Gesicht war voller Blut. Sie hat einen Nasenbeinbruch und eine Gehirnerschütterung.“

Trotzdem konnte sie der Polizei noch eine so gute Täterbeschreibung liefern, so dass Beamte die Räuber am S-Bahnhof Gräfelfing erkannten. Die beiden waren hochnervös, verstrickten sich in Widersprüche und gaben schließlich alles zu. Sie zeigten den Polizisten auch die Stelle, wo sie die Tasche weggeworfen hatten. Später wurden sie den Eltern übergeben. Jetzt warten die beiden Buben auf ihren Prozess.

Johannes Heininger, Dorita Plange

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