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Hochprofessionelle Meisterdiebe

Sie haben schon 61 Maibäume geklaut

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Die Unterbrunner sind Profis beim Maibaumstibitzen.

München - Wir erzählen Ihnen die schönsten und schrägsten Geschichten rund um den Maibaum - vom Schepsen übers Klauen bis hin zum Aufstellen! Die Meisterdiebe stammen aus einer Burschenschaft.

Wahre Meisterdiebe

Die Unterbrunner sind Profis beim Maibaumstibitzen. In der Nacht auf Samstag haben sie ihren mittlerweile 61. Baum entwendet. Hochprofessionell, inklusive Spähtrupps, ging der Burschenschaft Unterbrunn der Maibaum des SV Helios-Daglfing ins Netz, 60 Unterbrunner machten mit. Um 4 Uhr morgens ging der Klau über die Bühne, um 6 Uhr morgens wurde der Fremdbaum im Triumphzug nach Unterbrunn gebracht. Die Auslösung verlief reibungslos, sprich: feucht-fröhlich. Apropos: Noch härter traf es 2012 den neuen Leiberheim-Wirt Wolfgang Engel in Waldperlach. Der umstellte seinen Maibaum mit Wohnwagen und Lkws. Gebracht hat’s nix: Die Perlacher stahlen den Baum trotzdem …

Einfach umgesägt!

Dieser Maibaum ist der wohl unnötigste in ganz Bayern. Nicht, weil die Beuerberger ohne diese Tradition auskämen – sondern weil ihnen erst am Faschingsdienstag ihr Baum umgesägt wurde. Er hätte noch locker zwei Jahre gehalten. Mittlerweile ist die Zornesröte ein wenig verraucht, auch bei Maxi Bromberger (Foto rechts), dem Vorstand des Beuerberger Burschenvereins. Im Verdacht stand ein Nachbarverein. Für Brauchtumsexperte Michael Ritter – und nicht nur für ihn – geht das Absägen eines stehenden Maibaums zu weit. „Das ist Sachbeschädigung und ein recht billiger Gag“, sagt er. „Das Maibaumstehlen ist zwar eine alte Tradition, aber es ist wichtig, ein Gespür für Grenzen zu haben.“

Olivenöl als Schmiermittel

Wie’s nicht geht mit dem Maibaumaufstellen, das haben wir im vergangenen Jahr gesehen – und zwar ausgerechnet auf dem Viktualienmarkt. Dort gab’s nämlich gleich doppelte Probleme: Oben passte das Stangerl nicht an der ­Baumkrone einer Robinie vorbei, unten war er außerdem um ein paar Millimeter zu dick für die Halterung (die Farbschicht war bei der Maßanfertigung des Gestells nicht mit eingerechnet worden). Aber: Die Münchner Marktkaufleute sind erstens g’scheit und zweitens gut ausgerüstet. Sie rieben den Maibaum unten und oben einfach mit ­italienischem Olivenöl ein. Und, schwupps, funktionierte die Sache gleich wie geschmiert.

Recycling-Maibaum

Ohne Weihnachtsbeleuchtung ist er kaum wiederzuerkennen! Aber der Maibaumverein Thalkirchen hat sich ein echtes Schmuckstück unter den Nagel gerissen: den letztjährigen Christbaum vom Marienplatz. Das prächtige Gewächs aus Bad Baiersoien wird im Münchner Süden als Maibaum recycelt – aber erst 2014. „Wir wollen den Baum komplett austrocknen lassen, damit er sich keinen Schimmelpilz einfängt“, sagt der Vereinsvorsitzende Jürgen Henning (li., 2.v.o.). Dieses Schicksal ereilte den letzten Maibaum. Er musste im Winter um fünf Meter gekürzt werden. Der neue Baum wird nicht nur perfekt getrocknet, sondern auch erstklassig bewacht – von wilden Tieren: Die Thalkirchner lagern das gute Stück im Tierpark Hellabrunn. Dort trafen sie sich kürzlich zum gemeinschaftlichen Schepsen, dem Entfernen der Rinde.

Der Riss im Stamm

Es sollte eine große Feier werden: Maibaumaufstellen am Sonntag und Figurenmontieren am Mittwoch. Aber in Obermenzing wird daraus nichts. Denn der Baum war schon kaputt, bevor er überhaupt den Wald verlassen hat: Ein drei Meter langer Riss spaltet die Douglasie der Länge nach. Das ist bloß niemandem vom Burschenverein aufgefallen! Voller Vorfreude fuhren die jungen Männer ihren Maibaum in spe in den Ort. Das böse Erwachen kam erst beim Schepsen am vergangenen Samstag. Da war es schon zu spät, um ein neues Stangerl zu schlagen. Der Maibaum bleibt also am Boden, die Feier fällt flach. Stattdessen stellt der Burschenverein am Parkplatz des Alten Wirts die Maibaumfiguren aus. Die wurden bereits aufwendig restauriert …

Das fußballverrückte Stangerl

Hier sehen Sie das fußballverrückteste Stangerl des Freistaats. Im vergangenen Jahr hing statt der weiß-blauen Fahne plötzlich die des FC Bayern am Sollner Maibaum. Das war kurz vor dem Champions-League-Finale gegen Chelsea. Das zeugt zumindest von sportlichem Ehrgeiz. „Es ist gar nicht so einfach. Die müssen mit einer Leiter raufgekraxelt sein“, meint Reinhold Wirthl, Vorsitzender des Sollner Maibaumvereins. Und wer hat so eine Leiter? Richtig, die Burschen der Freiwilligen Feuerwehr. Die kamen schnell in Verdacht – und der bestätigte sich. Die Fahne wurde ausgelöst, Bezahlung in Hopfen-Einheiten. Mal schauen, ob die Burschen heuer wieder kraxeln. Liegt wohl daran, wie die Bayern am Mittwoch spielen …

Beate Winterer

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