Entführte ein Busfahrer zwei Schülerinnen?

München - Ein Busfahrer hat am Freitagabend angeblich zwei Schülerinnen entführt und sie ins Busdepot gefahren. Als er anhielt, gelang den Mädchen die Flucht. Jetzt steht Aussage gegen Aussage.

Eine Busfahrt der eher gruseligen Art haben zwei Schülerinnen am Freitagabend erlebt. Am Gymnasium Kirchheim waren Sarah (13) und Jasmin (14, Namen geändert) mit weiteren Jugendlichen nach einer Veranstaltung in einen Linienbus eines privaten Busunternehmens gestiegen. Nach wenigen Haltestellen waren die Mädchen gegen 20 Uhr alleine im Bus. Sie unterhielten sich, spielten mit ihren Handys.

Plötzlich merkten die Schülerinnen, dass der Busfahrer offenbar die letzte Haltestelle überfahren hatte. Als eines der Mädchen den Fahrer fragte, wohin er fahren würde, soll er sinngemäß geantwortet haben: „Wenn ich das sage, ist der Spaß vorbei.“

Laut der Mädchen soll der Fahrer dann in das Busdepot des Unternehmens in der Nähe des Heimstettener Sees eingefahren sein.

Als der Bus hielt, gelang den Schülerinnen die Flucht. Sie entriegelten über einen Notknopf eine der Türen, versteckten sich hinter anderen Bussen. Von ihrem Versteck aus riefen sie den Notruf der Polizei. Beamte der Polizeiinspektion Haar konnten die verängstigten Mädchen schließlich finden.

Noch am Abend wurde der Fahrer befragt. Er gab an, es habe sich um ein Missverständnis gehandelt. Die Polizei hat Anzeige wegen Freiheitsberaubung erstattet. Der Chef des Fahrers sagte zur tz: „Es steht Aussage gegen Aussage.“ Nach einer Prüfung wolle er entscheiden, ob der Fahrer weiter beschäftigt wird.

tz

Rubriklistenbild: © Kurzendörfer

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