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Chaos auf A94: Neun Unfälle in drei Stunden – 21-Jähriger missbraucht Rettungsgasse und prallt gegen Autos

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Von: Armin Rösl

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Bei winterlichen Straßenverhältnissen gab es am Freitagabend auf der A94 neun Unfälle. (Symbolbild) © Archiv

Auf der A94 zwischen Forstinning und Parsdorf haben sich am Freitagabend neun Unfälle ereignet. Dabei wurden mehrere Personen verletzt. Ein Autofahrer schlingerte durch die Rettungsgasse.

Forstinning/Parsdorf – Insgesamt neun Verkehrsunfälle haben sich am Freitagabend zwischen 20 und 23 Uhr auf der Autobahn A94 zwischen Forstinning und dem Kreuz München-Ost ereignet. Allesamt in Fahrtrichtung München, allesamt bei winterlichen Witterungsverhältnissen mit Schneefall und Schnee auf der Fahrbahn. Und teilweise hatten sie miteinander zu tun. „Hauptursächlich für die Verkehrsunfälle war die für die Witterung nicht angepasste Geschwindigkeit“, teilt die zuständige Autobahnpolizei Hohenbrunn mit. Mehrere Personen wurden verletzt.

Parsdorf: Hauptursache war überhöhte Geschwindigkeit bei Schnee

Auf der langen Liste im Pressebericht stehen fünf Unfälle, bei denen jeweils ein Auto ins Schleudern geraten war und gegen die Leitplanke prallte. Bei zwei weiteren Verkehrsunfällen geriet ein Pkw jeweils ins Schleudern, als das vorausfahrende Auto aufgrund eines sich zuvor ereigneten Unfalls abbremsen musste. Beide Pkw schleuderten in den jeweils Vorausfahrenden.

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Bei einem weiteren Verkehrsunfall wurde ein Streifenwagen stark beschädigt. Die Beamten sicherten eine Unfallstelle ab, als ein 19-Jähriger aus dem Landkreis Mühldorf laut Polizeibericht „mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit frontal auf den Streifenwagen auffuhr“.

Parsdorf: 21-Jähriger missbraucht Rettungsgasse und prallt auf drei Autos

Aufgrund der Unfälle wurde der Verkehr an der Anschlussstelle Parsdorf ausgeleitet und es kam zu einem Rückstau. Bei diesem bildeten die Verkehrsteilnehmer eine Rettungsgasse. In dieser geschah ein weiterer Unfall. Zitat aus dem Polizeibericht: „Ein 21-Jähriger aus dem Landkreis Altötting dachte sich, die von den anderen Verkehrsteilnehmern gebildete Rettungsgasse sei für ihn gebildet worden und befuhr diese. Leider mangelte es ihm wohl an Übung und er geriet ins Schlingern, als er die Rettungsgasse befuhr. Folglich stieß er gegen drei Pkw.“

Bei den Unfällen wurden laut Autobahnpolizei Hohenbrunn insgesamt sechs Personen, darunter die zwei Polizeibeamten, welche die Unfallstelle absicherten, leicht verletzt. Hauptsächlich erlitten die Verletzten Prellungen und Schleudertrauma. Nochmal aus dem Pressebericht: „In Anbetracht mancher Schadensbilder der verunfallten Pkw hätte durchaus Schlimmeres passieren können.“

Der gesamte Sachschaden liegt Polizeiangaben zufolge im niedrigen sechsstelligen Bereich.

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