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Nahe München: Stadt knackt Inzidenz von über 3000 - Rätselraten über die Ursache

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Von: Josef Ametsbichler

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In der Kreisklinik beobachtet man trotz der hohen Fallzahlen mittlerweile mildere Verläufe bei Omikron.
In der Kreisklinik beobachtet man trotz der hohen Fallzahlen mittlerweile mildere Verläufe bei Omikron. © sro

In Grafing (Landkreis Ebersberg) liegt die Corona-Sieben-Tage-Inzidenz bei über 3000. Die Ursachen sind diffus, doch etwas macht Hoffnung.

Grafing/Landkreis – 424 von 13 805: Mehr als drei Prozent der Grafinger Bevölkerung haben sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. Das Landratsamt weist am Montag für die Bärenstadt mit 3071 den höchsten Inzidenzwert im gesamten Landkreis Ebersberg aus. Damit toppt Grafing den Berliner Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg (2911,8), bundesweiter RKI-Spitzenreiter. Dort reiht sich der Landkreis Ebersberg übrigens auf Platz 25 von 411 ein.

Lichtblick: Weniger Omikron-Patienten müssen ins Krankenhaus

Das Gesundheitsamt hat auf Anfrage keine Erklärung dafür, weshalb gerade in Grafing die Zahlen so hoch sind. Wegen des massiven Infektionsaufkommens erfolge die Kontaktnachverfolgung nur noch im Haushalt und bei Risikogruppen. Die Aufarbeitung der Fälle sei zwei bis vier Tage verzögert. Ein Lichtblick sei die geringere Hospitalisierungsrate bei Omikron: Die Kreisklinik meldet 22 Covid-Patienten, drei davon in Intensivbehandlung.

Corona-Rekord in Grafing: Bürgermeister rätselt über Ursachen

Das lässt auch Grafings Bürgermeister Christian Bauer (CSU) hoffen. Er höre zwar immer wieder von Schulklassen in Quarantäne und vereinzelten Fällen in Pflegeheimen. Die hohen Zahlen seien so nicht zu erklären. Veranstaltungen habe man keine größeren verzeichnet: Eishockey und Volleyball fänden ohne Publikum statt. Bleiben noch die wöchentlich bis zu 300 Corona-Protestspaziergänger? „Kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Bauer. „Ich gehe davon aus, dass die meisten nicht aus Grafing sind“.

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