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Riesen-Rückschlag: Deutschland fehlen Millionen Impfdosen - Spahn beruft Corona-Krisensitzung ein

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Nicht mehr an den Schliersee

Inzidenz über 200: Beliebte Ausflugsziele jetzt Sperrgebiet - neue Knallhart-Verfügung greift

Die strengeren Corona-Regeln betreffen einen Kreis in Bayern sofort: Miesbach weist eine Inzidenz von über 200 auf. Für Ausflügler wird der Kreis zum Sperrgebiet.

  • Bayern und ganz Deutschland haben weiterhin mit der Corona*-Pandemie zu kämpfen.
  • Ab Montag gelten verschärfte Maßnahmen. Der Kreis Miesbach liegt über der 200er-Marke.
  • Der Kreis wird nun zum Sperrgebiet. Und steht damit nicht alleine da.
  • Hier finden Sie in einer Karte* die aktuellen Fallzahlen im Freistaat.

Update vom 13. Januar, 11.40 Uhr: Wie bereits am Dienstag (12. Januar) angekündigt, macht der Landkreis Miesbach von der Möglichkeit Gebrauch, touristische Fahrten von Bürgern aus Landkreisen mit niedrigerer Inzidenz in den eigenen Landkreis mit höherer Inzidenz zu unterbinden. Bis zum 31. Januar 2021 dürfen keine touristischen Ausflugsfahrten mehr in den Landkreis unternommen werden. Fahrten zu anderen, nicht touristischen Zwecken wie Einkaufen, Berufsausübung etc. bleiben davon unberührt. 

Weiterhin gilt der 15-Kilometer-Radius. Mit Überschreitung der Sieben-Tages-Inzidenz von 200 gelten für den Landkreis Miesbach seit 11. Januar schärfere Regeln.

Erstmeldung vom 12. Januar: Miesbach - Wieder ein Traumtag im Schnee bei Kaiserwetter – viele gingen am Sonntag (10. Januar) Schlitten oder Schlittschuh fahren oder machten einen Spaziergang. Auch am Spitzingsee im Kreis Miesbach, trotz Corona und dem Aufruf, Ansammlungen zu vermeiden. Doch solche Winterfreuden könnten für Auswärtige eine Zeit lang vorbei sein: Ab Montag greift für touristische Tagesausflüge die 15-Kilometer-Regel für Landkreise und kreisfreie Städte mit mehr als 200 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner.

Das heißt: Menschen dürfen sich in der Freizeit – zum Wandern, für Spaziergänge oder Sport – maximal in einem Radius von 15 Kilometern ab Ortsgrenze bewegen. Dies gilt nicht, wenn die bekannten triftigen Gründe vorliegen (etwa Arbeit, Arzt, Einkaufen). Wenn die Inzidenz für sieben Tage in Folge unter die 200er-Marke gesunken ist, kann die Maßnahme außer Kraft gesetzt werden. Hotspots können zudem Tagesausflüge von außerhalb in ihre Region verbieten.

Neue Corona-Regel greift: Holzkirchner dürfen nicht mehr zum Schliersee

Und genau das ist nun im Kreis Miesbach geplant, wo am Sonntag die Sieben-Tage-Inzidenz nach einem Ausbruch bei 218 lag. Hier dürften nun beispielsweise Holzkirchner zwar noch nördlich des Tegernsees bummeln, aber nicht mehr am Schliersee, weil der ein paar Kilometer Luftlinie darüber liegt. Ausflügler, die nicht im Kreis Miesbach zu Hause sind, wären aber davon verschont.

Die Corona-Lage in Deutschland ist weiterhin kritisch - im Kreis Miesbach und im Berchtesgadener Land greifen nun verschärfte Regeln (Symbolbild).

Derzeit wird jedoch im von Landrat Olaf von Löwis (CSU) geführten Landratsamt eine Allgemeinverfügung vorbereitet. Die hat zum Inhalt, dass Besuche von außerhalb untersagt werden. Damit würde der Kreis Miesbach quasi zum Sperrgebiet für Tagesausflügler aus anderen Kreisen und kreisfreien Städten.

Die Verfügung dürfte zeitnah greifen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung gilt übrigens ab Montag im Kreis Berchtesgadener Land (Inzidenz 347). Bei Verstoß droht ein Bußgeld von bis zu 500 Euro. Es soll verstärkt kontrolliert werden. - *Merkur.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Thanner

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