1. tz
  2. München
  3. Region

Ort kurz vor 1000er-Inzidenz: Corona-Zahlen rund um München schießen in die Höhe - Söder mahnt

Erstellt:

Von: Katharina Haase

Kommentare

Die Corona-Inzidenzen in den oberbayerischen Landkreisen schießen derzeit in die Höhe. In den Landkreisen rund um München ist die Lage mancherorts schlimmer als im Dezember.

Baiern - Die Corona-Inzidenz in Deutschland steigt weiter - auch im Freistaat. Bayern liegt derzeit mit einer 7-Tage-Inzidenz von 141 (Stand 21.10, 3.15 Uhr; Quelle: RKI) bundesweit auf Platz 2 - und weit über dem Durchschnittswert von 85,6. Auffällig ist auch, dass die neun höchsten Inzidenzen in der Bundesrepublik allesamt in Bayern liegen, betrachtet man die Top 20 sind es 15 Landkreise und Städte im Freistaat. Dabei liegt der Spitzenwert bei derzeit 416,6 im Berchtesgadener Land.

Corona in Bayern: Inzidenzen ortsweise bei fast 1000 - Schulen stark betroffen

Doch auch in anderen Landkreisen sind die Corona-Zahlen derzeit enorm hoch, wie beispielsweise in Bad-Tölz-Wolfratshausen (298,7) und Miesbach (322,4). Wichtig in der Beobachtung ist vor allem, dass die Inzidenzen von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich ausfallen. So steht der Landkreis Ebersberg mit einer Inzidenz von 151,3 am Donnerstag, 21. Oktober, zwar ganz gut da - doch in der kleinen Gemeinde Baiern, im Süden des Landkreises, sieht das schon ganz anders aus. Baiern verzeichnet bei seinen lediglich 1.485 Einwohnern 14 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen. Das mag nicht viel klingen - bedeutet aber rein rechnerisch eine 7-Tage-Inzidenz von 928,4.

Unser München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Isar-Metropole. Melden Sie sich hier an.

Hohen Corona-Inzidenzen in Bayern: Ungeimpfte weitaus häufiger betroffen

Wie das Landratsamt Ebersberg bereits zu Beginn des Monats mitteilte, spiele sich das enorme Infektionsgeschehen vor allem in Großfamilienhaushalten ab. Zudem sind auch Schulen und Kitas in den oberbayerischen Landkreisen häufig betroffen, denn gerade unter Kindern und Jugendlichen ist die Impfquote nach wie vor gering, seit Wegfall der Maskenpflicht steigen auch die Infektionszahlen. Auch Bayerns Ministerpräsident Söder mahnte in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk am Donnerstag bereits die „sehr sehr hohen Inzidenzen“ unter Schülern an.

Die Tatsache, dass vor allem Ungeimpfte die Inzidenz in Deutschland derzeit nach oben treiben, ist nicht neu. Betrachtet man die gesplittete Inzidenz für Bayern die das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)  einmal pro Woche am Mittwoch herausgibt, wird dies besonders deutlich. So lag am Mittwoch, 20.10., die Inzidenz der Ungeimpften Personen im Freistaat bei 204,5, die der Geimpften bei 26,2. Damit wird einmal mehr der Mehrwert einer Impfung für den Einzelnen, aber auch die Gesellschaft deutlich.

Steigende Inzidenzzahlen in Bayern: Söder gegen ein Ende der epidemischen Lage

Wie es nun in Bayern angesichts der immer weiter steigenden Zahlen weitergehen wird, bleibt abzuwarten. Die Krankenhausampel, die anstatt der Inzidenz nun der vorherrschende Indikator für neue Anti-Corona-Maßnahmen ist, steht weiter auf grün. Jedoch sprach sich Söder am Donnerstag gegen den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus, die „Epidemische Lage“ in Deutschland Ende November auslaufen zu lassen. Dann sei die Gesellschaft, so Söder „ein Stück weit wehrlos.“ kah

Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie über alle wichtigen Geschichten aus dem Freistaat. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Kommentare