Talk im ZDF

Dort ging alles los: Webasto-Chef spricht bei „Markus Lanz“ über Coronavirus - „Es war ein Schock“

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Webasto Chef-Holger Engelsmann spricht bei Markus Lanz im ZDF über die Zeit mit dem Coronavirus.

Erstmals aufgetreten war das Coronavirus bei der Firma Webasto im bayerischen Stockdorf - der Firmen-Chef hat jetzt im ZDF bei Markus Lanz über die Zeti gesprochen. 

  • Das Coronavirus verbreitet sich in Deutschland immer weiter.
  • Den ersten Infizierten gab es Anfang des Jahres im bayerischen Stockdorf - er hatte sich in seiner Firma Webasto angesteckt.
  • Im ZDF hat der Webasto-Chef jetzt bei Markus Lanz über die schwierige Zeit gesprochen.

Das Coronavirus* verbreitet sich in Deutschland immer weiter. Der deutschlandweit erste Fall trat schon Ende Januar auf - im bayerischen Stockdorf bei Starnberg. In der Firma Webasto war eine Chinesin im bayerischen Standort zu Besuch gewesen - sie stammte aus dem Krisengebiet Wuhan. Durch sie steckten sich mehrere Mitarbeiter an, was zu einer vorübergehenden Schließung des Standorts führte.

Markus Lanz im ZDF: Webasto-Chef Holger Engelmann spricht über Corona-Zeit

Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender des Automobilzulieferers Webasto, kannte die chinesische Mitarbeiterin persönlich. „Wir haben auch einen Standort in Wuhan, den hatten wir gemeinsam mit Angela Merkel eröffnet. Die Kollegin war im Januar dann zu Besuch in Stockdorf.“ Dann, knapp drei Wochen nach ihrem Besuch, die Nachricht aus China: Die Frau wurde positiv auf das Coronavirus getestet. „Das war natürlich erstmal ein Schock“, so Engelmann.

Markus Lanz (ZDF): Webasto-Chef Engelmann - „Das war ein Schock“

„Zunächst mal hatten wir nicht die allergrößten Bedenken, war die Infizierte doch im weit gelegenen China. Wir hatten dann trotzdem schnell die Gesundheitsbehörde informiert, die uns dann am Abend informierte, dass auch ein Mitarbeiter unserer Firma positiv getestet worden war,“ berichtet der Vorstandsvorsitzende. Anschließend habe man umgehend einen Krisenstab eingerichtet, sich strukturiert und Home Office veranlasst.

Coronavirus: Webasto-Chef bei Markus Lanz - „Haben erstmal Home-Office erteilt“

Der infizierte Mitarbeiter, der in einem Interview über seine Zeit im Krankenhaus gesprochen hat, wäre wie Engelmann berichtet, ohne die Informationen aus China vermutlich gar nicht erst zum Arzt gegangen - unterschieden sich die Symptome* doch gegenüber einer üblichen Erkältung nicht. Dann möchte Markus Lanz gerne wissen, wie eine Firma denn auf so einen doch unüblichen Fall reagiere: „Ist man auf so etwas vorbereitet? Wie reagiert man dann?“

Im ZDF: Markus Lanz spricht mit Webasto-Chef Engelsmann über Coronavirus

Wie Holger Engelmann berichtet, entschied sich die Firma „proaktiv“ für die Schließung des Standorts. Demnach war es ein Team von 17 Leuten, die trotz der Schließung in die Firma kamen, um über die wichtigsten Dinge zu sprechen, damit „der Laden weiterläuft“. Der Rest der rund 1200 Mitarbeiter des Standorts arbeitete dann von zu Hause aus. Er selber wurde zweimal getestet, so wie viele der Mitarbeiter von Webasto.

Coronavirus bei Websto: Chef spricht über die Zeit mit dem Virus

Insgesamt seien 14 Mitarbeiter der Firma infiziert gewesen, wie Engelmann gegenüber Markus Lanz im ZDF berichtet. Bis auf einen Mitarbeiter, der während der Krankheit eine Lungenentzündung bekommen hatte, ginge es jetzt allen Mitarbeitern gut. 

Auch der Polittalk am 10. März beschäftigte sich mit dem Coronavirus. Ein Virologe warnte dabei, dass Deutschland eigentlich dreimal so viele Fälle zu verzeichnen hat, wie bisher bekannt. 

Coronavirus: Webasto wieder geöffnet - Video

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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